CDU

Bewerber stellen sich im Bürgerhaus vor

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Glinde (sab). Bislang hatte es die CDU bei der Kür ihrer Direktkandidaten für die Landtagswahl im Wahlkreis 34 (Glinde, Oststeinbek, Barsbüttel und Reinbek) leicht. Es gab in den letzten Jahren immer nur einen.

Der will bei der Wahl im Mai 2010 auch wieder antreten, jetzt hat Joachim Wagner jedoch Konkurrenz bekommen. Am Freitagabend stellten sich vier Bewerber den mehr als 40 Besuchern im Bürgerhaus vor.

Neben der Bildung wolle er sich vor allen Dingen für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen, stellte der Oststeinbeker Wagner (54, verheiratet, zwei Kinder) dar. "Wir brauchen ein investitionsfreundliches Klima und die Ansiedlung von zukunftsorientierten Wirtschaftszweigen", betonte der Geschäftsführer eines Bergedorfer Wirtschaftsverbandes, der seit 1996 Vorsitzender der Kreistagsfraktion ist. 2005 und 2000 war er Klaus-Peter Puls (SPD) bei den Landtagswahlen unterlegen gewesen.

Kreistagsabgeordneter Otto Kiehl aus Barsbüttel (53, verheiratet, eine erwachsene Tochter) nannte ein paar Beispiele, die er als Landtagsabgeordneter versuchen würde, umzusetzen. Dazu zähle die Errichtung einer S-Bahn-Verbindung zwischen Hamburg und Ahrensburg und die Fehmarnbeltquerung. Um Lernergebnisse in Schulen zu verbessern, schlug er vor, ein Controlling einzuführen, um fehlender Lernmotivation auf den Grund zugehen und diese zu beheben. "Kiehl zieht nach Kiel", ist der Slogan des Mitarbeiters eines Unternehmerverbandes.

Auf den 53-Jährigen folgte der jüngste der vier Bewerber - Hendrik Maier (27, ledig) aus Oststeinbek. Dort sitzt der Zeitsoldat in der Gemeindevertretung, hat den Vorsitz des Finanz- und Wirtschaftsausschusses. Seine Motivation für die Kandidatur sei für ihn vor allem die niedrige Wahlbeteiligung. Seine Vision: mehr Demokratie, durch mehr Wahlbeteiligung, durch mehr politische Transparenz und Information.

Mark-Oliver Potzahr (38, ledig) aus Neuschönningstedt wurde bei seiner Vorstellung inhaltlicher. Die Bildung sei eines der Themen, die er in Kiel einbringen wolle, so der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, der als Teamleiter in einem Mineralölunternehmen arbeitet. Sein Ziel: "Ein differenziertes Schulsystem für alle - keine Gleichmacherei." Er sei zwar für das beitragsfreie Kindergartenjahr, aber nur, wenn das Land genügend Geld dafür bereitstellen könne. "Dafür dürfen wir keine zusätzlichen Schulden machen, denn die belasten künftige Generationen." Ein Favorit war an der Lautstärke des Applauses, den die Bewerber ernteten, nicht herauszuhören. Welcher von ihnen seine Parteigenossen überzeugen konnte, wird sich am Montag, 16. Februar, herausstellen, dann kürt die CDU ihren Kandidaten.

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