Kreisfeuerwehrverband

Glinder erhalten höchste Feuerwehr-Ehrung

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Großhansdorf/Glinde (sab). An die 400 Blauröcke waren am Montagabend in das Forum des Großhansdorfer Emil-vom-Behring-Gymnasiums zur Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) gekommen.

Zwei Glinder standen besonders im Mittelpunkt. Werner John und Uwe Krause wurden mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die die Feuerwehr in Schleswig-Holstein zu vergeben hat: Sie sind nun Träger des Ehrenkreuzes.

Landesbrandmeister Detlef Radtke würdigte Johns und Krauses besonderen Verdienste mit dem Orden in Gold und Bronze. John (53) erfüllt seit 26 Jahren Vorstandsfunktionen in der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Glinde. 1983 übernahm er das Amt des Kassenwarts, von 1986 bis 1996 war er Gruppenführer, seit 1997 bis zum Übertritt in die Reserveabteilung Zugführer. Löschmeister Uwe Krause (63) war von 1981 bis 1983 Gruppenführer, von 1983 bis 1989 stellvertretender Gemeindewehrführer, danach Sicherheitsbeauftragter.

Vor den Ehrungen hatte es zahlreiche Grußworte gegeben. Kreispräsidentin Christa Zeuke lobte das Engagement der Feuerwehrleute: "Ihretwegenkönnen wir alle viel ruhiger schlafen." Noch gebe es genügend Ehrenamtliche im Kreis, anders als im Rest des Landes hätten die 89 freiwilligen Wehren in Stormarn ihre Mitgliederzahlen halten können. Ein vorbildliches Beispiel für die Mitgliederwerbung führte Kreisbrandmeister Gerd Riemann an. Er lobte die FF Havighorst. Die hatte zu den Feiertagen Broschüren an Haushalte verteilt, in der sie ihre komplette Mannschaft vorstellte. "Das ist eine gelungene Form zu zeigen: Das sind wir, wenn du Lust hast, komm vorbei", sagte Riemann.

Besorgt blickte Landesbrandmeister Radtke wegen der Feuerschutzsteuer in die Zukunft. Sie wird bislang auf Feuerversicherungen erhoben und kommt den Kommunen zugute. Derzeit ist jedoch in der Diskussion, aus ihr eine Bundessteuer zu machen, so dass der Bund die Einnahmen einbehalten und weniger Geld bei den Kommunen für die Feuerwehren ankommen könnte. "Dabei stehen wir vor finanziellen Herausforderungen. 76 Prozent aller Einsatzfahrzeuge sind älter als zehn Jahre", berichtete er. 360 Millionen Euro müssten deshalb in zehn Jahren in den Fahrzeugbestand gesteckt werden. Landrat Klaus Plöger konnte Radtke beruhigen. Die Kommunen seien so oder so in der Verpflichtung. Für das neue Jahr wünschte Plöger, dass es besser ausgehe als vorhergesagt. Mit Blick auf die Stormarner Wirtschaft betonte er: "So schlecht ist es bei uns nicht."

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