Junge Union

"Politik bleibt für mich wichtig"

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Jörg Ahrent

Oststeinbek/Glinde. Am Sonnabend trifft sich die Junge Union Stormarn in Glinde zum Kreisverbandstag (Bürgerhaus, Markt 2, Beginn 16 Uhr). Diskutiert werden soll über die Finanzkrise und ihre Auswirkungen. Doch mindestens genauso intensiv wird sich der Kreisverbandstag mit einem Personalwechsel befassen: Sebastian Bigdon, seit 2005 Vorsitzender der JU Stormarn, wird nicht mehr für dieses Amt kandidieren.

Sebastian Bigdon gibt den Vorsitz der Jungen Union Stormarn ab, tritt in der politischen Arbeit kürzer.

Wir sprachen mit dem scheidenden Vorsitzenden über politische Erfolge, den potenziellen Nachfolger und die Zukunft in der Politik.

Herr Bigdon, Auf dem Kreisparteitag der CDU kandidierten Sie nicht mehr für den Vorstand. Am Sonnabend werden Sie auch nicht mehr als Kreisvorsitzender der JU zur Verfügung stehen. Was sind die Gründe für diese Schritte "zurück ins Glied"?

Sebastian Bigdon:

Wenn ich ein Amt inne habe und dafür Verantwortung trage, möchte ich es auch mit voller Kraft ausfüllen können. Zurzeit schreibe ich meine Doktorarbeit am Universitätsklinikum Eppendorf und habe im Anschluss auch schon ein Forschungsprojekt, das ich mit betreuen werde. Damit bin ich an den Grenzen des zeitlich Machbaren angekommen. Daher liegen meine Prioritäten mittelfristig zunächst auf dem Forschungsprojekt und dem Abschluss meines Studiums.

Im Blick zurück: Was haben Sie als JU-Vorsitzender und als Vorstandsmitglied der Kreis-CDU bewegen können?

In der JU haben wir viele Gesetzesprojekte kritisch begleitet und eigene Initiativen gestartet. Wir haben uns insbesondere bei der Debatte um das neue Schulgesetz eingebracht und auch Nuancen verändern können. Auch in der Jugendpolitik habe ich einen Schwerpunkt gesetzt - wir kämpfen für unsere Demokratie und gegen Extremisten. In vielen Orten, insbesondere aber in Glinde und Oststeinbek, haben wir Jugendkonzepte entwickelt, um die Situation für Jugendliche zu verbessern. In der CDU habe ich versucht, den Anspruch der Jungen Union, Motor und Gewissen der CDU zu sein, auszufüllen. Ich habe viele Anträge und Konzepte eingebracht und mich verstärkt um die Mitgliederwerbung und den Bereich interne Kommunikation bemüht.

Als Nachfolger im JU-Vorsitz schlagen Sie Christopher Voigt vor. Was zeichnet ihn aus?

Christopher ist mir in all den Jahren ein guter Ratgeber und Kollege gewesen. Wir haben fast zeitgleich im Vorstand angefangen. Er kennt den Verband wie seine Westentasche und wird die Stormarner JU erfolgreich in die beiden Wahlkämpfe im nächsten Jahr führen. Wir pflegen in unserem Kreisverband einen sehr kollegialen Stil und ziehen an einem Strang, Chris ist der Richtige, das fortzuführen.

Kehren Sie der politischen Arbeit ganz den Rücken?

Die Politik ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil meiner Aktivitäten. Daher werde ich mich weiterhin, im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten, aktiv einbringen und versuchen, Themen gemeinsam voranzutreiben. Weiterhin bleibe ich Sprecher für Kultur-, Sozial- und Jugendpolitik der CDU-Fraktion in Oststeinbek. Darüber hinaus werde ich projektbezogen aktiv bleiben.

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