Betreuung

Zu wenig Platz für Kita-Kinder

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Sandra Barth und Reinhard Mommert

Oststeinbek. Die Bauarbeiten für den Hortanbau Gerberstraße haben begonnen. Doch vor Mitte des kommenden Jahres ist mit einer Fertigstellung nicht zu rechnen. Und solange herrscht in der Gemeinde Überbelegung im Elementarbereich. Daher will die Auferstehungskirche nun mit einer neuen Gruppe in ihrer Kinder- und Jugendetage Abhilfe schaffen.

"Das Problem sind fehlende Räume für die Betreuung von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren in der Gemeinde", sagt Silke Fillies, Vorsitzende des Kultur-, Sozial- und Jugendausschusses (KSJA). Die Gemeindevertretung hatte im September die Einrichtung einer weiteren Elementargruppe sowie die Option auf eine zusätzliche Gruppe beschlossen. Die Entscheidung über die optionale Gruppe soll erfolgen, wenn im Frühjahr 2009 verlässliche Zahlen vorliegen. Fest steht jedoch: Platz für beide ist erst vorhanden, wenn der neue Hortanbau steht. Denn dann ziehen Hortkinder, die derzeit in der Kita Gerberstraße untergebracht sind, in den neuen Hortanbau. Die Kindergartenbeiräte dieser Kita sowie der beiden kirchlichen Kinderbetreuungseinrichtungen an der Stormarn- und der Schulstraße haben bereits grünes Licht für eine Überbelegung ihrer Gruppen um jeweils drei auf 23 Kinder für das laufende Kindergartenjahr geben. Die Anzahl der vom Kreis genehmigten Plätze im Elementarbereich ist auf 200 festgesetzt, in Oststeinbek sind aber 205 Plätze belegt. Außerdem gibt es 24 Vormerkungen für das laufende Kita-Jahr. Zu den bereits vorgemerkten Kindern könnten nach Angaben des Einwohnermeldeamtes noch einmal 14 dazukommen. Um die Situation zu entspannen, hat die Auferstehungskirche nun die Einrichtung einer sechsten Elementargruppe in der Kinder- und Jugendetage des Gemeindehauses vorgeschlagen. In ihrer Einrichtung an der Stormarnstraße unterhält sie bereits fünf Gruppen. Wegen des hohen Bedarfs soll dort eine Elementar- in eine Krippengruppe (Kinder unter drei Jahre) zum August 2009 umgewandelt werden. Weil darin jedoch höchstens zehn anstatt 20 Kinder betreut werden dürfen, fallen an der Stormarnstraße dann zehn Plätze weg.

Auch um diese fehlenden Plätze aufzufangen, kam jetzt das Angebot für eine Elementargruppe in der Jugendetage. "Damit gebe es auch nach der Umwandlung der Elementar- in eine Krippengruppe immer noch fünf Elementargruppen", so Pastor Karlfried Kannenberg. Die sechste Gruppe soll ab März 2009 bis zum Ende des Kindergartenjahres 2010 befristet sein. Die Kosten würden sich auf 44 500 Euro pro Jahr belaufen.

"Der Hortanbau fängt die Überbelegung ab. Wir wissen noch nicht, ob dann weitere Plätze gebraucht werden", sagt KSJA-Mitglied Sabine Huß-Reichelt (SPD). Sie kritisiert: "Es gibt eine Doppelnutzung der Räume in der Jugendetage und die Kinder befinden sich dadurch lange in einer Notsituation." Zudem gebe es keinen Außenspielbereich. Der Vorschlag der Auferstehungskirche wird nun in einer Sondergruppe mit Mitgliedern aus jeder Fraktion diskutiert.

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