Finanzen

Sanierungsstau im Gutshaus

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Glinde (tv). Der Haushaltsplan der Sönke-Nissen-Park Stiftung für das Jahr 2009 ist zwar ausgeglichen - Einnahmen und Ausgaben betragen im Verwaltungssektor 448 400 Euro und im Vermögenssektor 51 900 Euro - doch auf der jüngsten Sitzung des Vorstandes gab es dennoch Kritik an den Finanzen

: Vorstandsmitglied Volker Müller bemängelte, dass die Rücklage entgegen früherer Absichtsbekundungen von 70 000 auf nunmehr 59 000 Euro geschrumpft sei. Doch das ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange, wie der kaufmännische Geschäftsführer Axel Kausch der Vorstandsrunde eröffnete: "Bei der Heizkesselanlage des Gutshauses drückt uns ein Reparaturstau. Sie muss kurz- oder mittelfristig erneuert werden." Geschätzte Kosten: 30 000 bis 40 000 Euro.

Doch es gibt noch weiteren kostspieligen Handlungsbedarf beim alten Gutshaus an der Möllner Landstraße 53, dessen Erhalt und Betrieb zentraler Zweck der Sönke-Nissen-Park Stiftung ist. "Neben diversen notwendigen Außenarbeiten sind auch die Räume mehr oder weniger renovierungsbedürftig", beklagte Hausleiterin Silke Löbbers. Beispielsweise müssten die Holzfußböden abgeschliffen und wieder hergerichtet, die Flurtreppen ausgebessert und die alte Küche saniert und komplett renoviert werden. Auch die Ausstellungsräume im Erdgeschoss könnten nach Löbbers' Worten einen neuen Anstrich vertragen, möglicherweise mit finanzieller Beteiligung des Kunstvereins und Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung.

Ihr Fazit: "Für die notwendigen Instandhaltungsarbeiten verfügt die Stiftung nicht über genügend Mittel."

Im kommenden Jahr sei ein Konzept erforderlich, wie die Erhaltung des Gebäudes langfristig gesichert werden kann. Eine Erhöhung der bisherigen Mieten im Gutshaus zieht die Stiftung indessen nicht in Betracht. Zu den ständigen Mietern von Räumlichkeiten in den oberen Geschossen gehören der Internationale Bund und das Beratungszentrum der Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit (SVS). Hinzu kommen fast an jedem Wochenende Familienfeiern im Erdgeschoss. Die Höhe der Mieten, beschlossen die Vorstandsmitglieder, bleibt im Jahr 2009 unverändert. Die Lösung des Problems bleibt vorerst offen.

* Bürgervorsteher Eberhard Schneider ist neuer zweiter Vorsitzender der Sönke-Nissen-Park Stiftung und damit Stellvertreter von Bürgermeister Uwe Rehders in diesem Gremium ist. Schneider wurde vom Vorstand einstimmig als Nachfolger der früheren Bürgervorsteherin Margit Nordmann gewählt. Gemäß Satzung der Stiftung ist der Bürgervorsteher der Stadt als Mitglied im Vorstand vorgesehen.

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