Ausstellung

Hölzerne Fabelwesen

Glinde (st). Das Erzgebirge ist bekannt für seine aus Holz geschnitzten Engelsfiguren - ganz anderer Art sind jedoch die geflügelten Wesen des sächsischen Diplom-Designers und Holzbildhauers Christoph Roßner aus Schlema.

Ab Donnerstag, 4. Dezember, zeigt er sie im Gutshaus an der Möllner Landstraße 53. Unter dem Titel "Beflügelt" sind Vogelkinder, Elfen, Engel, Mischwesen aus Kindern und Insekten in der Stadt zu bewundern. Die Skulpturen sind montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr, montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Die Ausstellung läuft bis 1. Februar 2009.

Der Kunstverein Glinde lädt für kommenden Donnerstag ab 19.30 Uhr zur Vernissage ins Gutshaus ein. Der Künstler will selbst über sein Werk berichten und in das Thema der Ausstellung einführen. Interessierte sind willkommen.

Roßner beschreibt seine engelsgleiche Schar als eher schutzbedürftig denn beschützend. "Es sind Wesen, die - an den Rand gedrängt - beobachten, nicht den richtigen Mut haben, in das Treiben der Stadt einzutauchen." Sie schauen gleichermaßen staunend wie ängstlich in die Welt. Besucher der Ausstellung Form-A(r)t 2006 erinnern sich an seine Skulpturen vielleicht noch, als sie zum ersten Mal in Glinde zu sehen waren.

Christoph Roßner war nach seiner Lehre zum Holzbildhauer freischaffend tätig, absolvierte gleichzeitig ein Studium an der Fachhochschule für Gestaltung und angewandte Kunst in Schneeberg. Die Wurzeln des oft erzählenden Charakters seiner Skulpturen sieht er in der Volkskunst seiner Heimat. Wie ihre Figuren seien sie realistisch, naiv, oft farbkräftig. Mit der Fantasie übertreibender Abstraktion wolle er jedoch über diese Wurzeln hinauswachsen. Näheres ist im Internet unter www.rossner-art.de zu erfahren.

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