Handarbeit

Gunilla strickt in jeder Lebenslage

Gunilla Hinderer kann nichts kratzen, und schon gar nicht Wolle. Ganz im Gegenteil: Die 45-jährige Glinderin liebt die gesponnenen Garne in allen Variationen und strickt für ihr Leben gern.

"Meine Oma hat uns Kindern immer weiche Päckchen geschenkt, die stets schöne Stricksachen enthielten", erinnert sie sich. Großmutter und Mutter haben ihr gezeigt, mit Nadel und Faden umzugehen, da war sie noch nicht einmal in der Schule. Das erste Teil, das sie anfertigte, war ein Schal, dann Handschuhe für den Bruder. Danach waren Pullover für sich und ihre Freundinnen an der Reihe. Immer und überall hatte sie Strickzeug dabei - daran hat sich bis heute nichts geändert. Im ganzen Haus von Familie Hinderer liegt es - selbst in den Zimmern der beiden Söhne und der zwei Töchter. "So kann ich stets ein bisschen nebenbei stricken, während ich mir ihre Schularbeiten anschaue", sagt sie.

Die studierte Juristin liebt rustikale Wolle, verarbeitet aber auch so edle Garne wie Seide, Alpaka, Kaschmir, Angora und Merino. Dem Vorwurf, Wolle sei schlecht zu waschen, hält die Strickexpertin entgegen: "Das muss man gar nicht so oft, weil sie Gerüche schnell wieder abgibt." Einfach ein bisschen an die frische Luft hängen und der Wollpulli ist wieder frisch und sauber", so ihr Tipp. Strickanfängern rät sie, es erst einmal mit einem Schal zu versuchen. Am besten nehme man Nadeln in Stärke fünf oder sechs und ein Garn, das die Farbe wechselt. "Nicht mehr aufnehmen als 30 oder 36 Maschen, gestrickt wird drei rechts, drei links."

Etwa hundert fertige Teile für Babys, Kinder und Erwachsene hat Hinderer zu Hause liegen, die sie verkaufen möchte. Gern arbeitet sie auch auf Bestellung. Interessenten melden sich unter Telefon (040) 711 31 74.

( (hof). )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Glinde