Brandschutzerziehung

Schlauch verzaubert Wurzelzwerge

Kaum wollten Oberfeuerwehrfrau Sarah Lerch und Feuerwehrmann Marcus Misselwitz gestern Morgen im Kindergarten "Die Wurzelzwerge" mit der Brandschutzerziehung loslegen, mussten sie sogleich Erste Hilfe leisten.

In einer Gruppe hatte sich ein Kind beim Sturz die Augenbraue aufgeschlagen und blutete heftig. Kein Problem für die beiden Blauröcke: Marcus Misselwitz schnappte sich das verletzte Kind und fuhr mit ihm zum Arzt, wo die Wunde geklammert wurde.

Derweil lauschten die Mädchen und Jungen der Ganztagsgruppe aufmerksam den Worten von Sarah Lerch. Sie erfuhren, dass es gute Feuer gibt, die wärmen und Licht spenden, aber auch schlechte, die etwas kaputt machen oder wehtun und verletzen können. Die Drei- bis Sechsjährigen lernten auch, wie man sich verhält, wenn es brennt und man das Gebäude verlassen muss. "Wenn alles verqualmt ist, krabbelt ihr auf dem Boden nach draußen", sagte die Brandschutzexpertin, die auch die Aufstellung am Sammelplatz mit den Kleinen probte.

Die fanden jedoch den "Zauberschlauch" spannender, den die Feuerwehrleute mit gebracht hatten. Den extra für die Brandschutzerziehung gekürzten Wasserschlauch durfte jeder einmal ausrollen. Noch ein weiteres Mitbringsel erregte die Aufmerksamkeit der Minis: Die knallorange Fluchthaube, die Sarah Lerch im Anschluss an die Schlauchübung auseinanderfaltete. "Fluchthauben setzt man sich auf, wenn alles verqualmt ist", erklärte die Feuerwehrfrau. Sie werden zur Rettung von Personen aus brennenden Gebäuden eingesetzt, wobei der eingebaute Filter verhindert, dass giftiger Rauch eingeatmet wird. Noch mehr Gerät werden die Kleinen am Donnerstag kennenlernen. Dann sind sie wiederum zu Gast in der Wache der Freiwilligen Feuerwehr am Oher Weg.

( (hof). )

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