Wann kommt der Multistar endlich?

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Susanne Tamm

Unter dem Motto "Gemeinsam sicher!" lädt Bürgervorsteher Gerhard Bülow im aktuellen kommunalen Jahr der Freiwilligen Feuerwehren zur Einwohnerversammlung ein. Am Dienstag, 11. November, soll es ab 19.30 Uhr im Rathaus um die Gemeinde und ihre Feuerwehren gehen.

Seit vier Jahren warten die Blauröcke auf einen zeitgemäßen Ersatz für ihre Anhängerleiter.

. Ein Thema, das den Oststeinbekern dazu unter den Nägeln brennt, ist der Multistar, den die freiwilligen Retter dringend als Ersatz für ihre Anhängerleiter brauchen. Nach Auskunft von Gemeindewehrführer Bernd Klinke steht die Unterzeichung des Kaufvertrages kurz bevor.

Die Anschaffung des Rüstwagens mit kombinierter Hubarbeitseinrichtung haben die Oststeinbeker seit vier Jahren geplant. Vor einem halben Jahr konnte die Anschaffung endlich ausgeschrieben werden. Doch noch immer sind die Blauröcke im Notfall auf ihre 15 Meter lange Steckleiter angewiesen, wenn es darum geht, Menschen aus mehrgeschossigen Gebäuden zu retten. Die genügt zwar den gesetzlichen Anforderungen für den zweiten Rettungsweg, ist unter Experten jedoch umstritten. In der Stormarner Kreisverwaltung wird kritisiert, ihr Aufbau sei zu personal- und zeitaufwendig.

Als Ersatz lassen Land und Kreis allerdings nur eine Drehleiter gelten, weil mit ihr mehrere Menschen gleichzeitig gerettet werden können. Deshalb können die Oststeinbeker nicht mit Zuschüssen für das neue Rettungsgerät rechnen.

Klinke lässt auf den ersehnten Multistar jedoch nichts kommen. Die Feuerwehr Billstedt habe beispielsweise nur gute Erfahrungen mit dem Hubretter gemacht. Er geht davon aus, dass er in ein paar Jahren zum Standard der Wehren gehören wird. Deshalb haben die Lokalpolitiker mittlerweile 650 000 Euro im Haushalt eingestellt - 90 000 Euro mehr als ursprünglich geplant.

Bei Alarmstufe "Feuer Y", wenn also Menschenleben in Gefahr sind, springt momentan die Freiwillige Feuerwehr Glinde mit ihrer Drehleiter ein, ansonsten wurde sie aus den Alarmierungsplänen gestrichen.

Bürgermeister Karl Heinz Mentzel bestätigt, dass er auf das Angebot des Herstellers wartet. Es sei zu Verzögerungen gekommen, weil die verschiedenen Produzenten des Rüstwagens, des Aufbaus und der Hubvorrichtung ihre Lieferbedingungen abstimmen mussten. Durch die innovative Kombination wolle die Gemeinde ein Fahrzeug einsparen, allerdings sei das Gesamtgewicht von 16 Tonnen nicht einzuhalten gewesen. Der Multistar werde jetzt 18 Tonnen wiegen. "Ich hoffe, dass ich den Auftrag noch dieses Jahr herausgeben kann", sagt Mentzel.

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