Verzögerungen in der Passage

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Jörg Ahrent

Der Termin für die Fertigstellung Ende November kann trotzdem gehalten werden, sagt die Stadt.

Stephan Allonge ist es leid. Immer wieder sprechen den Vorarbeiter auf der Baustelle in der Passage Passanten an, beklagen den schleppenden Fortgang der Arbeiten. Wir können gar nichts dafür", sagt der Mitarbeiter der Firma Wiese und Sohn aus Hamburg-Berne. "Der Grund waren erhebliche Verzögerungen bei der Lieferung von Betonfertigteilen".

"Wir sollten schon Ende Juli etliche Betonfertigteile geliefert bekommen - alles Sonderanfertigungen", sagt Stephan Allonge, Vorarbeiter auf der Passagen-Baustelle. "Aber die kamen nicht." Auf Nachfrage habe sich herausgestellt, dass die Teile noch nicht einmal gefertigt waren. Erst mit zehnwöchiger Verspätung konnte das Betonwerk liefern. "Das hat uns mächtig zurückgeworfen", berichtet Allonge. "Wir konnten nichts fertig bauen ohne die Großteile, weil da mit dem Pflaster gegen gearbeitet wird." Begründet wurde die Verzögerung vom Betonwerk mit der Übergröße einer Stützwand. "Deshalb kann man aber doch den Rest des Auftrags abarbeiten", sagt Allonge.

Beholfen haben sich die Garten- und Landschaftsbauer damit, punktuell Arbeiten vorzuziehen, um die Zeit zu nutzen. So wurden schon zahlreiche der massigen Granitblöcke gesetzt, die später als Abtrennung, aber auch als Sitzgelegenheit dienen.

Mittlerweile sind die fehlenden Betonelemente da und teilweise schon gesetzt. Das "Sorgenkind", eine zweiteilige, sieben Meter breite und 2,50 Meter hohe Wand vor dem Friseurgeschäft an der Ecke zur Möllner Landstraße, steht an seinem Platz. Die weiteren Teile werden in diesen Tagen folgen. Heute wird der Bautrupp der Firma Wiese und Sohn durch sechs Steinsetzer verstärkt, damit die Pflasterarbeiten endlich vorankommen.

Wird die Passage nach diesen erheblichen Verzögerungen noch wie angesetzt Ende November und damit rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft fertig sein? "Wir liegen weiter im Zeitplan", betont Diana Uphagen, bei der Stadt für den Bereich Tiefbau zuständig. "Wenn das Wetter uns nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, werden wir wie vorgesehen fertig." Trotzdem habe sie sich sehr über die Lieferverzögerung geärgert. "Wir haben da aber keinen Einfluss, das ist Sache der Baufirma", sagt Uphagen.

Und auch Vorarbeiter Allonge ist zuversichtlich. "Wir versuchen alles, um den Termin zu halten. Schließlich sind wir vertraglich gebunden."

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