Projekt der Deutschen Bahn

In diesem Supermarkt in Ahrensburg ist alles digitalisiert

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Stephanie Salami, Marketing-Managerin beim Betreiber Valora, hat auf ihrem Smartphone die für den Einkauf erforderliche App geöffnet. 

Stephanie Salami, Marketing-Managerin beim Betreiber Valora, hat auf ihrem Smartphone die für den Einkauf erforderliche App geöffnet. 

Foto: Carl Schreiber / HA

Im Minimarkt im Bahnhof gibt es kein Personal mehr. Er ist rund um die Uhr geöffnet, Zutritt und Bezahlung erfolgen per App.

Ahrensburg.  Die Deutsche Bahn (DB) hat am Bahnhof Ahrensburg einen rund um die Uhr geöffneten Minimarkt eingerichtet. In dem komplett digitalisierten 24/7 ServiceStore gibt es rund 300 Artikel. Kunden kommen über eine Smartphone-App in den Laden auf dem Bahnsteig. Langes Anstehen an der Kasse entfällt, da auch die Abrechnung über die App läuft. Das Geschäft wird videoüberwacht.

„Damit machen wir den Zukunftsbahnhof Ahrensburg noch attraktiver“, sagt Bernd Koch, Vorsitzender des Vorstands der DB Station&Service AG. Das Ziel sei es, mit modernen Bahnhöfen und innovativen Services dazu beizutragen, dass Reisende häufiger das Auto stehen lassen und die umweltfreundliche Bahn als Verkehrsmittel wählen.

DB testet Neuerungen an ihren 16 Zukunftsbahnhöfen

„Es freut uns, dass wir unserer langjährigen Partnerin DB und deren Kunden mit dieser in der Schweiz bereits erprobten Lösung eine neue Form der Convenience bieten können“, sagt Roger Vogt, CEO Retail der Valora-Gruppe, die den Shop betreibt. „Convenience bezieht sich beim neuen 24/7 ServiceStore nicht nur auf das Sortiment, sondern auf das gesamte Einkaufserlebnis.“ Zu den Artikeln gehören Heiß- und Kaltgetränke, Back-, Süß- und Tabakwaren sowie ein Müsli-Angebot, das sich die Menschen individuell über einen Automaten zusammenstellen können.

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Um in den Laden zu kommen, müssen sich Reisende und Besucher vorab in der 24/7-ServiceStore-App registrieren und dort ihre Daten hinterlegen. Anschließend scannen sie den QR-Code am Eingang und erhalten dadurch Zugang zum Geschäft. Die App dient gewissermaßen als persönlicher Ladenschlüssel. Im Geschäft lesen die Besucher den Barcode des gewünschten Artikels ein und legen die Ware wie in einem normalen Supermarkt in den Einkaufskorb. Verlassen die Kunden den Laden, schließen sie über die Bezahlfunktion in der App den Einkauf ab.

Radfahrer-App und Trinkwasserbrunnen sind schon im Einsatz

In den kommenden Jahren sollen weitere digitale Geschäfte an Bahnhöfen entstehen. Das Projekt ist eine der Neuerungen in Ahrensburg. Bundesweit gibt es 16 dieser Zukunftsbahnhöfe, an denen die DB mit Kunden neue Angebote testet. Seit mehr als einem Jahr nutzen Radfahrer in Ahrensburg die App „DB Rad+“, mit der gefahrene Kilometer gegen Prämien eingetauscht werden können.

Außerdem gibt es eine Fahrrad-Service-Station und einen Trinkwasserbrunnen. „Für uns als größte Stadt im Kreis sind innovative Angebote, die den ÖPNV attraktiver machen, immer interessant“, sagt Bürgermeister Michael Sarach. „Ich bin sehr optimistisch, dass auch der 24/7 ServiceStore Anklang finden wird.“ Valora hatte im April 2019 im Hauptbahnhof Zürich den ersten kassenlosen Laden der Schweiz eröffnet.

( hpcs )

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