Pandemie

Stormarns Corona-Inzidenz sinkt auf 83,6 – laut RKI

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Das Kreisgesundheitsamt registrierte bis Freitag um 14 Uhr genau 38 Neuinfektionen.

Das Kreisgesundheitsamt registrierte bis Freitag um 14 Uhr genau 38 Neuinfektionen.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt am Sonntag laut RKI auf kreisweit wieder leicht auf 83,6. Wann die Ausgangssperre aufgehoben werden könnte.

Ahrensburg.  Die Stormarner müssen sich noch ein wenig gedulden, bis die Corona-Notbremse in ihrem Kreis möglicherweise wieder außer Kraft gesetzt wird. Denn zum einen sind die vom Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlichten Inzidenzwerte maßgeblich und nicht die eigenen Berechnungen des Kreises. Zum anderen müssen die Zahlen laut Bevölkerungsschutzgesetz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter der 100er-Grenze liegen. Deshalb werden Feiertage wie der Tag der Arbeit an diesem Sonnabend und Sonntage nicht berücksichtigt.

Das Stormarner Kreisgesundheitsamt veröffentlicht seinen Corona-Stand immer zum Stichzeitpunkt am frühen Nachmittag. Die Fälle werden zunächst ans Land übermittelt, das sie dann dem RKI meldet. Dieses ermittelt den Datenstand jeweils um 0 Uhr.

Aktuell gelten 484 Stormarner als infiziert

Für Freitag, 30. April, gab das Gesundheitsamt des Kreises bis um 14 Uhr genau 38 Neuinfektionen bekannt. Damit stieg der Inzidenzwert leicht auf 95,4 Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Wochenende veröffentlicht der Kreis keine neuen Zahlen, aber das Robert-Koch-Institut. Demnach sank der Inzidenzwert am Sonntag auf 83,6. Am Wochenende veröffentlicht der Kreis keine neuen Zahlen, aber das Robert-Koch-Institut. Demnach sank der Inzidenzwert am Sonntag auf 84,8.Die Gesamtzahl der klinisch bestätigten Covid-19-Fälle seit Ausbruch der Pandemie liegt jetzt bei 6526. Davon gelten 5749 Menschen als genesen. 484 Personen sind aktuell noch infiziert. 293 haben die Erkrankung nicht überlebt.

Der Kreis Stormarn errechnete schon für den vergangenen Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 99,9. In der Liste des RKI (www.rki.de/inzidenzen), das in der rückwirkenden Betrachtung beispielsweise auch nachübermittelte Fälle berücksichtigt, steht dort noch eine 102,4. Erst am Mittwoch (98,7), Donnerstag (94,2) und Freitag (92,6) sind dort zweistellige Zahlen zu finden.

Auch die Außengastronomie könnte wieder möglich sein

Hält dieser Trend auch am Montag und Dienstag, 3. und 4. Mai, an, wird die Notbremse zwei Tage später gelockert: am Donnerstag, 6. Mai. Erst dann fiele die nächtliche Ausgangssperre weg. Auch Außengastronomie wäre wieder erlaubt.

Der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat (SPD) verweist in dem Zusammenhang auf den Erlass der Landesregierung (Ergänzende Maßnahmen bei Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern). Dort steht: „Unterschreitet ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt ab dem Tag nach Eintreten der Maßnahmen an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, so treten an dem übernächsten Tag die (…) genannten Maßnahmen automatisch außer Kraft.“

Bei den Schulen ist Schleswig-Holstein strenger als gefordert

Habersaat ergänzt, dass die sogenannte Bundesnotbremse ein für alle geltendes Minimum an Maßnahmen setze. „Lockerer dürfen die Länder nicht sein, strenger schon“, sagt er. Schleswig-Holstein greift in vielen Bereichen härter durch. Beispielsweise gehen Schulen bereits ab einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht, der Bund schreibt das erst ab 165 vor. „Immerhin soll es jetzt aber mehr Präsenzangebote für die Mittelstufe geben, wenn Inzidenzen unter 100 erreicht werden“, sagt Habersaat.

( kx )

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