Ältestes Gebäude

Bürgerinitiative will die Suck’sche Kate in Glinde retten

Die Suck'sche Kate in Glinde ist ein Kulturdenkmal.

Die Suck'sche Kate in Glinde ist ein Kulturdenkmal.

Foto: René Soukup

Kulturdenkmal verfällt. Gruppe will mit Flugblattaktion darauf aufmerksam machen und plant die Kontaktaufnahme mit dem Hauseigentümer.

Glinde.  Zumindest hatte der Eigentümer die Suck’sche Kate in Glinde 2016 standsicher gemacht, dazu Stützbalken an der Außenwand angebracht – mehr aber auch nicht. Dem Versprechen, das 1855 erbaute, reetgedeckte und unbewohnte Gebäude zu sanieren, ist er bis heute nicht nachgekommen. Das älteste Haus in der Stadt verfällt zusehends. Glinder wollen das nicht hinnehmen. Einer von ihnen ist der Grünen-Politiker Jan Schwartz. Er hat jetzt mit drei Mitstreitern eine Bürgerinitiative gegründet, die das unter Bestandsschutz stehende Kulturdenkmal retten will.

Gruppe plant die Verteilung von Flugblättern

Wir wollen möglichst bald Kontakt zu dem Eigner aufnehmen“, sagt Schwartz. Um auf das Dilemma aufmerksam zu machen und den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, plant die Gruppe, am Sonnabend, 7. November, Flugblätter in der Marktpassage zu verteilen. Die Bürgerinitiative will mit der Bevölkerung Ideen entwickeln zum Erhalt der Immobilie.

Diese hatte ein Geschäftsmann aus Bergedorf 2012 erworben. Die Stadt ließ ihr Vorkaufsrecht seinerzeit ungenutzt. Das bereuen Politiker heute. Die Entscheidungsträger hatten auch schon den Gang vor ein Gericht für ein Enteignungsverfahren erwogen. Um die Möglichkeiten diesbezüglich zu klären, wurde eine Wissenschaftlerin mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Das Ergebnis: Glindes Erfolgsaussichten vor Gericht wären gering. Deshalb sahen die Parteien davon ab, diesen Weg zu gehen.

Eigner der Kate lehnte den Verkauf ab

Eine Baugenehmigung für die Sanierung lag seit 2017 vor und ist nach drei Jahren inzwischen verstrichen.

Um die Kate wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, fallen nach Expertenangaben Kosten in Höhe von mehr als 600.000 Euro an. Die Politik würde auch Geld in die Hand nehmen zwecks eines Kaufs. Das lehnte der Eigner ab.