Corona-Restriktionen

Vatertag: Kaum Einsätze für Stormarner Polizei und Sanitäter

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2018 überwachte die Polizei im Stadtpark Bargteheide das Geschehen am Vatertag. In diesem Jahr blieben Schlägereien und Ausschreitungen aus.

2018 überwachte die Polizei im Stadtpark Bargteheide das Geschehen am Vatertag. In diesem Jahr blieben Schlägereien und Ausschreitungen aus.

Foto: Janina Dietrich / HA

Wohl ruhigster Himmelfahrtstag seit Jahrzehnten. Menschen hielten sich an Kontaktbeschränkungen. Weniger Alkohol.

Ahrensburg.  Polizei und Rettungsdienste im Kreis Stormarn haben den wohl ruhigsten Himmelfahrtstag seit Jahrzehnten erlebt. Bis zum späten Nachmittag gab es nahezu keine Zwischenfälle, die sonst bei Vatertagstouren an der Tagesordnung sind. „Es waren so gut wie keine der typischen Bollerwagengruppen zu sehen“, sagte ein Sprecher der Polizei-Regionalleitstelle. Die Menschen hielten sich offenbar an die Corona-Restriktionen, nach der Treffen von Personen aus mehr als zwei Haushalten verboten sind. Bei Verstößen drohen 150 Euro Bußgeld.

Am Großensee hatte Verwaltung Alkoholverbot verhängt

Da bei sonnigem Wetter kaum Betrunkene auf den Straßen waren, blieben auch Ausschreitungen und Schlägereien aus. Selbst an Orten, an denen die Situation immer wieder eskaliert, passierte nichts. „Rund um den Lütjen- und den Großensee waren diesmal ausschließlich Familien unterwegs“, so der Polizeisprecher. Am Großensee hatte die Verwaltung zuvor ein Alkoholverbot verhängt.

Am Bargteheider Schulzentrum, das die Stadt vorsichtshalber von 10 bis 24 Uhr abgesperrt hatte, waren keine Einsätze nötig. In den Vorjahren amen dort rund 250 jüngere Menschen zusammen, von denen einige randalierten.

Weniger medizinische Notfälle durch Alkoholkonsum

Die besondere Situation machte sich auch bei den Rettungsdiensten bemerkbar. „Es gab lediglich ein paar Alkoholfälle“, so ein Sprecher der Einsatzleitstelle in Bad Oldesloe. In den Vorjahren mussten Notärzte und Sanitäter bei ähnlich gutem Wetter Dutzende Betrunkene medizinisch versorgen.

In ganz Schleswig-Holstein gab es keine nennenswerte Vorfälle, teilte das Landespolizeiamt am Freitag mit. So habe es im Raum Kiel nur 45 himmelfahrtsbezogene Einsätze gegeben. Von Donnerstagmorgen bis Freitagfrüh gab es nach Polizeiangaben zwar landesweit insgesamt 1500 Polizeieinsätze. Die Zahl der Einsätze sei damit aber im durchschnittlichen Rahmen geblieben.

„Es ist auf das besonnene und vernünftige Verhalten der Schleswig-Holsteiner und ihrer Gäste zurückzuführen, dass trotz eines insgesamt regen Ausflugsverkehrs bei strahlendem Sonnenschein kaum polizeiliches Einschreiten erforderlich war“, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). „So ein ruhiges und friedliches Himmelfahrtsfest hatten wir lange nicht.“ Die Polizei war am Donnerstag mit 460 zusätzlichen Beamten im Einsatz.

( kx/dpa )

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