Kommunalpolitik

Am Sonntag ist für 7500 Reinfelder Bürgermeisterwahl

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Amtsinhaber Heiko Gerstmann

Amtsinhaber Heiko Gerstmann

Foto: Birgit Schücking

Die Zollbeamtin Mary Rose Wolgast und der Kämmerer Roald Wramp wollen auf Heiko Gerstmann folgen, der nicht mehr antritt.

Reinfeld.  Die Reinfelder wählen an diesem Sonntag, 17. Mai, einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Heiko Gerstmann tritt nach nur sechs Jahren als Chef im Rathaus nicht erneut an. Um die Nachfolge bewerben sich die Zolloberinspektorin Mary Rose Wolgast (41) und Roald Wramp (48), Kämmerer in der Amtsverwaltung Nordstormarn. Stimmberechtigt sind rund 7500 Einwohner ab 16 Jahren.

Der Wahlkampf fand überwiegend im Internet statt

Wegen der Corona-Pandemie gelten in den von 8 bis 18 Uhr geöffneten fünf Wahllokalen besondere Sicherheitsvorkehrungen. So dürfen außer den Wahlvorständen nur zwei Bürger gleichzeitig im Raum sein, die selbstverständlich den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten müssen. Ein Mund-Nase-Schutz wird empfohlen. Nach jeder Stimmabgabe wird die Kabine desinfiziert. Eigene Stifte dürfen mitgebracht werden. Die Stadt hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, von der Briefwahl Gebrauch zu machen.

Für die beiden Bewerber führte das Coronavirus dazu, dass sie ihren Wahlkampf vorwiegend im Internet, mit Handzetteln und per Telefon führen mussten. Öffentliche Versammlungen waren in den vergangenen beiden Monaten nicht mehr möglich.

Stadt veröffentlicht Ergebnisse direkt auf ihrer Internetseite

Mary Rose Wolgast hatte ihre unabhängige Kandidatur im November 2019 erklärt. Sie ist in Reinfeld aufgewachsen und lebt heute mit Mann und zwei Kindern im nahen Wesenberg-Stubbendorf. Auch Roald Wramp kennt die Stadt gut: Er arbeitet seit 18 Jahren im Amt Nordstormarn und wohnt seit elf Jahren mit der Familie, zu der zwei Kinder gehören, in Reinfeld. CDU, SPD, Grüne und die Wählergemeinschaft WIR unterstützen Wramp, der selbst in keiner Partei ist.

Bürgermeister Heiko Gerstmann hatte seine Bewerbung wegen fehlender Rückendeckung aus der Politik im März zurückgezogen. Sein letzter Arbeitstag ist der 11. September. Die Nachfolge-Entscheidung können Bürger live auf der Internetseite www.stadt-reinfeld.de mitverfolgen, die alle Ergebnisse sofort veröffentlicht. Eine Wahlparty im Rathaus gibt es diesmal nicht.

( kx )

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