Stormarn
Planungsausschuss

Werden die Hochhäuser in Bad Oldesloe abgerissen?

Die zwölfstöckigen Hochhäuser Am Hölk in Bad Oldesloe.

Die zwölfstöckigen Hochhäuser Am Hölk in Bad Oldesloe.

Foto: Finn Fischer / HA

Gebäude am Hölk und Poggenbreeden müssten aufwendig saniert werden. Abriss mittelfristig denkbar.

Bad Oldesloe.  Der Oldesloer Bürgermeister Jörg Lembke hat mit dem Eigentümer der beiden Hochhäuser am Hölk und Poggenbreeden über einen möglichen Abriss gesprochen. Sowohl für die Adler Wohnen Service GmbH als auch die Stadtverwaltung wären der Rückbau und eine anschließende Neuerrichtung demnach eine Option. „Mittelfristig wäre ein Abriss denkbar“, sagte Bürgermeister Lembke im Wirtschafts- und Planungsausschuss. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.

Nötig wäre auch ein längerer Planungsprozess. Unter anderem muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Denn im Falle eines Rückbaus sollen auf dem Gelände neue Wohnungen entstehen. „Viel weniger als jetzt sollte es nicht sein“, sagte Lembke. Allerdings werde ein neues Ensemble dann wohl mit weniger Stockwerken geplant. Insgesamt beherbergen die beiden zwölfstöckigen Hochhäuser rund 200 Apartments.

Sanierung würde sehr teuer werden

Hintergrund der Überlegung ist eine möglicherweise in den nächsten Jahren anstehende Komplettsanierung der Gebäude, die in den 70er-Jahren errichtet wurden. Nach eigenen Angaben hat die Adler Wohnen Service GmbH seit der Übernahme der Blocks vor zwei Jahren etwa 750.000 Euro in die Instandsetzung investiert. Eine umfassende Sanierung würde aber wohl wesentlich teurer werden. Laut Adler könnte für die Summe auch abgerissen und neu gebaut werden.

Doch was passiert mit den Mietern? Sollte es tatsächlich zu einem Abriss kommen, müssten die Bewohner laut Verwaltungschef umquartiert werden. Einige dauerhaft und andere übergangsweise, bis die neuen Wohnblocks bezugsfertig sind. Auf eine Erhöhung der Miete müssten die die Bewohner einstellen. Lembke: „Die meisten sind aber ohnehin keine Selbstzahler.“ Jens Wieck von der CDU sagt: „Ein Neubau wäre gut aber ich habe da natürlich auch meine Bedenken, wenn es eine Mietsteigerung geben sollte.“

Prozess könnte lange dauern

Von einer zeitnahen Umsetzung ist aber nicht auszugehen. Noch ist nichts entschieden und wie lange so ein Prozess dauern kann, zeigte sich jüngst etwa in Ahrensburg. Die Wohnbaugenossenschaft Neue Lübecker saniert und stockt dort eigene Wohnblocks um ein Stockwerk auf. Planung und politischer Prozess benötigte Jahre und wurde zudem von Anwohnerprotesten begleitet.