Stormarn
Grosshansdorf

Stormarner zeigen Herz für ihre Mitmenschen

Sie unterstützen das Weihnachtshilfswerk Großhansdorf: Bürgermeister Janhinnerk Voß und Vertreterinnen der Wohlfahrtsverbände Awo, rotes Kreuz, Caritas und Diakonie

Sie unterstützen das Weihnachtshilfswerk Großhansdorf: Bürgermeister Janhinnerk Voß und Vertreterinnen der Wohlfahrtsverbände Awo, rotes Kreuz, Caritas und Diakonie

Foto: Christian Thiesen / HA

Kommunen bitten um Spenden für Weihnachtshilfswerk. Ahrensburg, Bargteheide, Großhansdorf, Reinbek, Reinfeld und Trittau machen mit.

Grosshansdorf.  Langsam aber sicher rückt sie näher, die Advents- und Weihnachtszeit. So organisieren sich bereits die Weihnachtshilfswerke in Stormarns Kommunen. Die Idee hinter ihnen: Die Werke sammeln Spenden ein und unterstützen mit den Einnahmen zum Weihnachtsfest ausgewählte bedürftige Bürger. Diese Weihnachtshilfswerke sind im Kreis verbreitet und haben Tradition. So gibt es einzelne Hilfswerke schon seit Jahrzehnten. Das Abendblatt gibt einen Überblick über die Organisationen in Stormarn, an denen Städte und Gemeinden beteiligt sind.

Grosshansdorf

In der Waldgemeinde haben sich diese Woche die Helferinnen und Helfer des Weihnachtshilfswerkes getroffen. Sie haben den Spendenaufruf für dieses Jahr geplant und beraten, an welche bedürftigen Bürger die erhofften Einnahmen verteilt werden sollen. „Die Empfänger kommen aus dem Kreis der Bezieher von Sozialleistungen in Großhansdorf, etwa von Grundsicherung und Wohngeld“, sagt Margitta Sablofski vom Sozialamt der Gemeinde. „Dazu kommen Kinder, die Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz bekommen.“

Margitta Sablofski vertritt mit Bürgermeister Janhinnerk Voß Großhansdorf in der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände und der Gemeinde. Die Arbeitsgemeinschaft (AG) organisiert das Weihnachtshilfswerk. Sie gibt es seit 1964, zu ihr gehören noch Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie und Deutsches Rotes Kreuz.

Geld wird kurz vor Heiligabend per Überweisung zugewendet

„Wir versenden immer Ende November, Anfang Dezember einen Aufruf an alle Bewohner von Großhansdorf und bitten um Spenden für das Hilfswerk“, sagt Ursula Krause vom Roten Kreuz, die Vorsitzende der AG. Und der Aufruf hat Erfolg: „Das Hilfswerk hat in den vergangenen Jahren zwischen 8000 und 10.000 Euro an Spenden einnehmen können“, so Krause. 2016 konnten rund 9500 Euro an Bedürftige verteilt werden, unterstützt wurden 42 Erwachsene und 94 Kinder.

„Die Großhansdorfer reagieren sehr großzügig auf unsere Spendenaufrufe“, sagt Martha Nienaber von der Diakonie. „Selbst in der Wirtschaftskrise vor einigen Jahren haben sie uns nicht im Stich gelassen.“ Bürgermeister Janhinnerk Voß sagt: „Die Spender kommen aus allen Bevölkerungsschichten, das sind nicht nur die Villenbewohner.“

Das Geld wird jedes Jahr kurz vor Heiligabend einerseits per Überweisung an die Empfänger zugewendet, andererseits werden davon Gutscheine von Geschäften an die unterstützten Kinder verteilt. „Zudem konnten wir in den Jahren 2016 und 2017 von nachträglichen Spenden noch zwei Sommeraktionen für Kinder finanzieren“, sagt Ursula Krause. Dabei wurde in diesem Jahr noch 76 Kindern mit 3800 Eu-ro geholfen. Sie erhielten jeweils eine Geldsumme für Unternehmungen in den Ferien.

Wer für das Weihnachtshilfswerk spenden will, kann mit dem Stichwort „Weihnachtshilfswerk 2017“ Geld überweisen auf folgendes Konto: IBAN DE48 2135 2240 0190 0155 97 bei der Sparkasse Holstein

Ahrensburg

Das Weihnachtshilfswerk wird von einem Kuratorium getragen, dem die Stadt und eine Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde angehören. Es bittet um Spenden durch einen Aufruf und Anschreiben an die Spender des Vorjahres sowie an Ahrensburger Firmen. Die Einnahmen werden durch das Kuratorium verteilt. Unterstützt werden nicht nur finanziell bedürftige Personen, sondern vor allem solche mit schwierigen Lebensumständen, wie etwa einer Behinderung oder einer schweren Erkrankung. 2016 wurden rund 14.500 Euro an Spenden erzielt.

Spendenkonten: IBAN DE14 2135 2240 0090 1703 26 bei der Sparkasse Holstein und IBAN DE46 2005 0550 1352 1201 31 bei der Haspa, Stichworte jeweils „Weihnachtshilfswerk“

Bargteheide

In Bargteheide wird das Weihnachtshilfswerk 2017 zum 28. Mal aktiv, nachdem es im vergangenen Jahr 377 Personen geholfen hat. Den ausgewählten Bedürftigen überbringen Ehrenamtliche der beteiligten Organisationen einen Scheck aus Spenden. Beteiligt am Hilfswerk sind verschiedene Kirchengemeinden, Hilfsorganisationen, Serviceclubs, die Stadt und der Seniorenbeirat. Sie schlagen die Spendenempfänger vor. Es können sich aber auch finanziell Bedürftige, die Sozialleistungen erhalten, selbst bei der Stadt als Empfänger vorschlagen.

Spendenkonto: IBAN DE15 2005 0550 1217 1634 25 bei der Haspa, Stichwort „Weihnachtshilfswerk 2017“

Reinbek

Das Reinbeker Weihnachtshilfswerk ist als eingetragener Verein organisiert, dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister. Die Mitglieder sind Angehörige des Sozial- und Schulausschusses sowie des Seniorenbeirats. Sie entscheiden über die Zuwendungen an Bedürftige, die Gutscheine und Geschenke erhalten. 2016 konnten rund 9700 Euro verteilt werden. Das Geld wird über einen öffentlichen Aufruf und Briefe gesammelt.

Spendenkonto: Kontonummer 20 08 48 44, BLZ 21 35 22 40 bei der Sparkasse Holstein, Stichwort „Weihnachtshilfswerk“

Reinfeld

In der Karpfenstadt steht das städtische Sozialamt hinter dem Weihnachtshilfswerk. Von den durch Aufrufe und Briefe gesammelten Spenden werden vor allem bedürftige Kinder und Familien mit Gutscheinen von Geschäften unterstützt. Die Empfänger werden durch das Sozialamt ausgewählt. „2016 konnte die Stadt rund 8075 Euro verteilen“, sagt Bürgermeister Heiko Gerstmann.

Spendenkonto: IBAN DE91 2135 2240 0110 2304 80 bei der Sparkasse Holstein, Stichwort „Weihnachtshilfswerk 2017“

Trittau

Bei dem mehr als 50 Jahre bestehenden Weihnachtshilfswerk der Gemeinde werden die in Trittau betreuten Sozialhilfeempfänger, Wohngeldempfänger ab 60 Jahren, alle über 90 Jahre alten Trittauer sowie die Trittauer in den umliegenden Pflegeheimen beschenkt. Sie erhalten Gutscheine von Geschäften oder weihnachtliche Präsenttüten. Die Heimbewohner sowie die über 90-Jährigen erhalten noch eine weihnachtliche Blume.

Durch den jährlichen Spendenaufruf wurden 2016 rund 13.300 Euro gesammelt. Davon konnten rund 200 Trittauer beschenkt werden. Das Besondere: Die Auszubildenden der Gemeinde werden mit eingebunden und helfen bei der Geschenkübergabe an die Senioren.

Spendenkonto: IBAN DE69 2135 2240 0120 24 00 15 bei der Sparkasse Holstein, Stichwort „Weihnachtshilfswerk Gemeinde Trittau“