Stormarn
Infektion

Zahl der Norovirus-Erkrankten nimmt im Kreis Stormarn ab

Bei ihrem Einsatz in einem Barsbütteler Altenheim tragen die Rettungskräfte Schutzkleidung. Rund 30 Personen hatten sich dort im November mit dem Virus infiziert

Bei ihrem Einsatz in einem Barsbütteler Altenheim tragen die Rettungskräfte Schutzkleidung. Rund 30 Personen hatten sich dort im November mit dem Virus infiziert

Foto: Christoph Leimig / HA

Im Norden breiten sich die gefährlichen Noroviren gerade rasant aus. Der Kreis Stormarn entwickelt sich jedoch gegen den Trend.

Bad Oldesloe.  Sie sind Sie weltweit verbreitet und nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar, beim Menschen lösen sie teils schwerste Magen-Darm-Erkrankungen aus: Die Rede ist von Noroviren .

Im Norden breiten sie sich gerade rasant aus. 1019 Fälle waren es in der 50. Kalenderwoche – das ist die aktuellste Zahl, die das Institut für Infektionsmedizin in Kiel nennt – in Schleswig-Holstein gemeldet und damit 587 mehr als vier Wochen zuvor. Auch Hamburg verzeichnet einen Anstieg. Der Kreis Stormarn entwickelt sich jedoch gegen den Trend: Dort waren es Mitte Dezember zehn Personen, die mit dem Virus infiziert sind, registriert – 20 weniger als in der 49. Kalenderwoche. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahlen über die Jahreswende in Stormarn ansteigen, sind geringer als vorher, weil die Kindertagesstätten und Schulen geschlossen haben“, sagt Jörg Günther vom Fachdienst Gesundheit des Kreises zum Abendblatt. Menschen im Alter unter fünf und über 70 Jahren erkranken häufiger, weil sich diese Altersgruppen vermehrt in Gemeinschaftseinrichtungen aufhalten, wo Infektionen leichter übertragen werden.

Ende November waren in einem Barsbütteler Altenheim rund 30 Personen mit dem Virus infiziert , einige von ihnen kamen in Kliniken. 2016 wurden im Kreis Stormarn bisher 208 Fälle gemeldet.