Stormarn
Vernissage

Neue Kunstausstellung in der Trittauer Wassermühle

Die Künstlerin Daniela Wesenberg steht in einer ihrer Skulpturen. Passend dazu heißt ihre Ausstellung „in-between“

Die Künstlerin Daniela Wesenberg steht in einer ihrer Skulpturen. Passend dazu heißt ihre Ausstellung „in-between“

Foto: Pelle Kohrs / HA

Die freiberufliche Künstlerin Daniela Wesenberg stellt Skulpturen in der Galerie aus. Die Eröffnung ist am Sonnabend, 19. November.

Trittau.  Durch Wiederholungen entsteht immer etwas Neues – daran glaubt Daniela Wesenberg ganz fest. Die Werke der freiberuflichen Künstlerin basieren auf dieser Annahme. Vor allem Zeichnungen und Skulpturen, die räumliche Aspekte verdeutlichen, haben es der 43-Jährigen angetan. Ab diesem Wochenende sind einige ihrer Arbeiten in der Wassermühle Trittau zu sehen.

Eröffnet wird die Ausstellung „in-between“ am Sonnabend, 19. November, von Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch. Die Einführungsrede hält die Hamburger Kunsthistorikerin Nina Lucia Groß. „Mich interessieren Skulpturen, die zart und zerbrechlich wirken, die etwas Zeichnerisches haben“, sagt Daniela Wesenberg. Um diesen Eindruck vermitteln zu können, hat die gebürtige Thüringerin ein spezielles Stecksystem entwickelt, bei dem dünne Holzlatten durch Löten miteinander verbunden werden. Eine der so entstandenen Figuren steht jetzt in Trittaus Kulturzentrum.

Gelernte Goldschmieding hat in Hamburg studiert

„Das faszinierende an diesen Objekten ist, dass sie aus jeder Perspektive anders wirken“, so Wesenberg. „Von vorn erinnert die Figur vielleicht an einen Berg, umrundet man sie aber, entsteht ein gänzlich neuer Eindruck.“ Auch die Zeichnungen der gelernten Goldschmiedin, die in Hamburg Kunst studierte, spielen mit räumlichem Vorstellungsvermögen. So zeigen viele ihrer Bilder ungezählte Striche, die so angeordnet sind, das sie als Ganzes betrachtet, räumlich wirken. „Durch die abstrakte Aneinanderreihung der Striche entsteht ein neuer Eindruck“, sagt Wesenberg. Das sei wie bei uns Menschen. „Wir machen auch oft das gleiche, und doch ist es jedes Mal ein bisschen anders.“

Für ihre Werke sei viel Konzentration nötig. Zwei bis drei Stunden habe es gedauert, bis die Figur aus Holzlatten stand. „Die Entwicklung hat aber mehrere Wochen in Anspruch genommen“, sagt Wesenberg. Nicht alle ihre Arbeiten werden nach Plan angefertigt. „Es gibt auch Skulpturen, die ich an den jeweiligen Raum anpasse.“

Genau das weiß Katharina Schlüter, Kuratorin der Sparkassen-Kulturstiftung, die die Ausstellung organisiert, zu schätzen. „Danielas Arbeiten sind sehr ästhetisch“, sagt sie. „Es ist toll, wenn Künstler sich auf die Orte, an denen sie ausstellen, einlassen.“

Vernissage „Daniela Wesenberg – in-between“ Sa 19.11., 16.00, Galerie der Wassermühle Trittau, Am Mühlenteich 3, Eintritt frei