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Benefizaktion: Keine Geschenke, sondern Spenden

Erwin Schumacher betreibt in Linau das Modegeschäft „Ankes Trachtengalerie“

Erwin Schumacher betreibt in Linau das Modegeschäft „Ankes Trachtengalerie“

Foto: Stella Bandemer / HA

Der Linauer Unternehmer Erwin Schumachersammelt bei seiner Geburtstagsfeier für den krebskranken Notarzt Thorsten Salamon.

Linau.  Für die Feier seines 82. Geburtstages hat sich der Unternehmer Erwin Schumacher etwas ganz Besonderes ausgedacht. Er möchte dazu beitragen, das Leben des an Leukämie erkrankten Hamburger Notarztes Thorsten Salamon , 53, zu retten. Der Fall des Mannes habe ihn sofort an ein prägendes Ereignis erinnert. „Meine Frau Anke erkrankte vor zehn Jahren an Brustkrebs“, sagt der Linauer. Ihre Krankheit konnte geheilt werden. Das Schicksal von Thorsten Salamon ist noch ungewiss.

Der 82-jährige hat zu seiner Feier rund 30 Gäste geladen, unter anderem den Linauer Bürgermeister Heinz Näveke. Zudem kommen viele Freunde des Box-Fans, wie der Ex-Europameister Jürgen Blin, der 1971 gegen Muhammad Ali kämpfte, und der frühere Meisterboxer Karsten Honhold. Rennfahrer und Motorradartist Jürgen Baumgarten sei auch mit dabei, in den 1980er-Jahren bekannt für seine waghalsigen Motorradsprünge. Seine Gäste hätten ihm schon im Voraus ihre Begeisterung über die Idee mitgeteilt. Statt eines Geschenks spenden sie mit.

Auf die Unterstützung seiner Kunden ist Schumacher stolz

Vor mehr als 55 Jahren eröffnete der gelernte Tischler in Linau das Geschäft „Ankes Trachtengalerie“ (Hauptstrasse 22). Dort gibt es auf rund 1800 Quadratmetern eine große Kollektion von Trachten, Braut- sowie Abendmode für Mann und Frau. Über die Jahre hat der Unternehmer durch verschiedene Aktionen sowie eine Spendendose im Laden rund 37.000 Euro für den Verein „Lübeck-Hilfe für krebskranke Kinder“ gesammelt.

Auf die Unterstützung seiner Kunden ist Schumacher stolz und sagt: „Alle, die mit dem Herzen denken, denken nicht nur an sich. Menschen, die in besonderer Not sind, soll geholfen werden.“ Für den Notarzt Thorsten Salamon verspreche der Unternehmer selbst bereits eine vierstellige Summe. Schumacher: „Es wäre eine große Lebenserfüllung für mich, wenn dem Notarzt dadurch geholfen werden kann.“

In Bad Oldesloe ließen sich 1300 Menschen typisieren

Ziel der Aktion sei es zudem, möglichst viele Menschen dazu aufzurufen, auch Geld zu spenden, um krebskranken Menschen wie Salamon zu helfen. Der ärztliche Leiter des Hubschrauberstandortes am Unfallkrankenhaus Boberg hat bereits zahlreiche Menschenleben gerettet. Nun ist er selbst dringend auf Hilfe angewiesen.

Schon bei der Typisierungsaktion in Bad Oldesloe ließen sich Ende Januar rund 1300 Menschen registrieren. Pro Teilnehmer, der sich typisieren lässt, entstehen Kosten in Höhe von 40 Euro. Jeder Cent helfe bei der Finanzierung der Laborkosten, die bei der Auswertung der Typisierung anfallen.

Wer Thorsten Salamon ebenfalls helfen möchte, spendet an das für den kranken Notarzt eingerichtete Konto der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS): Berliner Bank, IBAN DE66 1007 0848 0151 2318 12, BIC DEUTDEDB110, Stichwort: TNS002. Infos unter www.dkms.de.