Stormarn
Bad Oldesloe

An der Grundschule lernt jedes Kind ein Instrument

Ein Instrument für jedes Kind: Schülern der Klasse 3d mit ihren Instrumenten. Dahinter: Musikschulleiter Alireza Zare (v.l.), Konrektorin Kathrin Albers, Lehrerin Gudrun Eskierski, Stephan Kunde, Matthias Sternberg und Horst Möller

Ein Instrument für jedes Kind: Schülern der Klasse 3d mit ihren Instrumenten. Dahinter: Musikschulleiter Alireza Zare (v.l.), Konrektorin Kathrin Albers, Lehrerin Gudrun Eskierski, Stephan Kunde, Matthias Sternberg und Horst Möller

Foto: Finn Fischer / HA

Dreijähriges Pilotprojekt „Klasse musiziert“ an der Klaus-Groth-Schule erfolgreich. Die weitere Finanzierung indes noch ungeklärt.

Bad Oldesloe.  Seit drei Jahren bekommt an der Klaus-Groth-Schule (KGS) in Bad Oldesloe jedes Kind in den unteren Klassen instrumentalen Musikunterricht. Dank der Kooperation mit der Musikschule Bad Oldesloe hat die Grundschule eine Vorreiterrolle bei der musikalischen Bildung eingenommen. Jetzt läuft das Projekt „Klasse musiziert“ aus. Ob es im Sommer verlängert wird, ist noch offen.

„Manche Kinder beweisen großes Talent, das ohne ,Klasse musiziert’ nie entdeckt worden wäre“, sagt Musiklehrerin Gudrun Eskierski. Im ersten Schuljahr können die Kinder Gitarre, Geige, Trommel und Co. kennenlernen, sich nach einem Jahr dann für ein Ins­trument entscheiden und es gegen eine geringe finanzielle Beteiligung der Eltern ausleihen.

Für drei weitere Jahre braucht es 37.000 Euro

Zensuren werden nicht vergeben. Die Schüler sollen vor allem den Spaß am Musizieren vermittelt bekommen. „Das hat einen positiven Effekt auf alle Lebensbereiche“, sagt Konrektorin Kathrin Albers. „Wir würden uns sehr freuen, wenn es mit dem Projekt weitergeht.“

Dafür wirbt Musikschulleiter Alireza Zare bei der Stadt und den Sponsoren, dem Lions Club Bad Oldesloe und der Sparkassen Stiftung. „Das Projekt war für drei Jahre ausgelegt. Jetzt stellt sich die Frage, ob es weitergeht“, sagt Zare. Seit 2013 kostete „Klasse musiziert“ rund 50.000 Euro. Für 13.000 Euro wurden Instrumente angeschafft, der Rest sind Personal- und sonstige Kosten. „Um es weitere drei Jahre fortzusetzen, bräuchten wir 37.000 Euro“, so der Musikschulleiter.

Der stellvertretende Bürgermeister Horst Möller (CDU) berichtete, dass sich alle Parteien sehr positiv geäußert hätten: „Ich kann mir vorstellen, dass es auch zukünftig einen Zuschuss gibt.“ Auch der Lions Club wird über eine mögliche Folgefinanzierung beraten. „Wir werden das unseren Mitgliedern vortragen“, sagt Lions-Präsident Matthias Winterstein. Mit der Sparkassen-Stiftung ist die Musikschule derzeit in Gesprächen.