Stormarn
Bad Oldesloe

Klangstadt-Festival am Poggensee fällt 2016 aus

Der Klangstadt-Vorstand will die Veranstaltung 2017 fortsetzen

Der Klangstadt-Vorstand will die Veranstaltung 2017 fortsetzen

Foto: Birgit Schücking

Organisatoren wollen Veranstaltung am Poggensee ein Jahr aussetzen, um neue Projekte anzuschieben. 2017 soll es aber weitergehen.

Bad Oldesloe. Eine bedauerliche Nachricht für viele Festival-Fans: Das Klangstadt Open Air am Poggensee – es war lange Jahre das größte Musikereignis der Region – fällt im nächsten Jahr aus. Das teilt der Vorstand des organisierenden Vereins Klangstadt mit. Es soll jedoch nicht das Ende sein – nur ein Sabbat-Jahr.

„Wir haben abgemacht, 2017 die Veranstaltung fortzuführen“, sagt Klangstadt-Sprecher Patrick Niemeier. Es sei keine einfache Entscheidung gewesen. Die Gründe sind vielschichtig. „Klangstadt ist mehr als das Festival. Dieses Open Air ist nur eine unserer Veranstaltungen, die aber im Endeffekt sehr viele Kräfte gebunden hat. Kräfte, die wir im nächsten Jahr aber auch für die Eröffnung des Kultur- und Bildungszentrum und unser Mitwirken beim neu konzeptionierten Oldesloer Stadtfest benötigen“, erklärt Niemeier. Außerdem wolle man das Jahr Pause nutzen, um sich „mal zu schütteln“ und auch das Konzept des Festivals an sich zu überdenken.

„Es gibt so viele kleinere Dinge, die wir auch tun wollen und können. Das Festival hat bisher immer Spaß gemacht, aber wir wollen uns nicht aufreiben und vor allem unser Engagement für die lokalen und regionalen Bands nicht aus den Augen verlieren“, sagt „Klangstädterin“ Britta Rein. Auch sie sagt: „Wir werden uns weiterhin regelmäßig treffen und uns austauschen. Es ist auch eine gute Gelegenheit für neue Interessierte, dazuzukommen.“

Eröffnung des Kultur- und Bildungszentrums werde Kräfte binden

Den Beschluss, das Festival abzusagen, fällte der Vorstand mit einer deutlichen Mehrheit. Bei dem Festival hatten vor allem regionale Bands eine gute Möglichkeit, vor großem Publikum zu spielen und Routine zu bekommen. „Wir haben bereits feste Projekte im Auge: von Open Stages (das sind Shows, in der mehrere Künstler oder Gäste spontan auftreten können, d. Red.) über ein Filmfest bis eben zur Beteiligung am Stadtfest. Wir sind nicht müde, sondern voller Vorfreude auf das, was kommt“, sagt Christian Bernardy vom Klangstadt-Vorstand.

Sowohl das Stadtfest als auch die Eröffnung des Kultur- und Bildungszentrums (KuB) im Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts werden viele Kräfte bündeln, die dann bei der Organisation des Festivals fehlen würden, meint auch er. Bernardy: „Das KuB ist eine echte Chance für unseren Verein. Wir sind gespannt auf die neuen Möglichkeiten, die sich ergeben werden, und wir werden sie in unserem Rahmen nutzen.“

Einige der aktiven Klangstadt-Mitglieder wollen sich außerdem aktuell mehr in der Flüchtlingshilfe einbringen. Das sei ein Bereich, in dem dringend Hilfe und Aufmerksamkeit gefragt seien.