Stormarn
Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Bürger waren gesprächsbereit

29. Januar: „Schweinebauer zeigt seinen Stall“, 28. Januar: „Bauer wirft Bürgerinitiative Panikmache vor“ und „Bürger nehmen Politik ins Verhör: Rund 300 Schweinemast-Gegner nutzen Sitzung der Gemeindevertreter zum Protest“

Es ist nicht nachvollziehbar, warum Herr Elbers behauptet, bis heute sei niemand von den Bürgern auf ihn zugekommen. Erste Aktion der Bürgerinitiative war es, im Gespräch zu versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Herr Elbers hat jedoch abgelehnt, mit unseren Vertretern zu sprechen. Zum Stichwort Antibiotika ist zu sagen, dass Herr Elbers sehr unsachlich argumentiert, denn Keime kommen primär durch Zukauf von Tieren in den Stall, und dies kann er nicht beherrschen. Die Antibiotikagaben begünstigen die zusätzliche Entwicklung multiresistenter Keime. Ferner sind er und sein Sohn durch die Gemeinde, die landwirtschaftliche Nutzfläche (am Krütz) trotz erheblicher ökologischer Bedenken zu teurem Bauland gemacht hat, quasi über Nacht zu Millionären geworden. Die Anlage kann nicht als Notwendigkeit gerechtfertigt werden, um seine Familie zu ernähren. Selbstverständlich will ihm niemand vorschreiben, wie er zu arbeiten hat, sondern wir wollten ihm Anregungen geben, eine überkommene, verantwortungslose, gesundheitsgefährdende und damit von der Mehrzahl der Hoisdorfer Bevölkerung abgelehnte Art der Tierhaltung zu überdenken. Es empfiehlt sich auch einmal, einen Blick auf die Schwänze der abgebildeten Schweine zu werfen, denn die kann man nicht nachwachsen lassen. Die Gesellschaft ändert sich nur, wenn der Einzelne sich ändert. Dazu hat er jetzt eine tolle Möglichkeit.

Karin Fitz, Hoisdorf

Nicht mehr zeitgemäß

Erstaunlich ist, dass Bürgermeister Schippmann es als selbstverständlich erscheinen lässt, Natur und Mensch mit dem Gülleertrag von 1460 Schweinen zu belasten und sich dabei auch noch auf Recht und Gesetz beruft. Und das Ganze, obwohl bekannt ist, dass Schweinemastanlagen zu Verunreinigungen des Grundwassers und des Bodens, unter anderem mit Nitrat und zur Gesundheitsgefährdung des Menschen durch verschiedene multiresistente Keime führen können, von der Geruchsbelastung durch die Gülle mal ganz abgesehen. Es kann doch nicht sein, dass ein lukratives Geschäftsmodell eines Einzelnen zu einer Belastung der Natur und der Bevölkerung in großem Ausmaße führt. So etwas kann und darf nicht mehr zeitgemäß sein. Und es ist auch nicht überzeugend, damit zu argumentieren, dass die Gülle nun nicht mehr nur auf 50 sondern auf 127 Hektar Acker verteilt werden könnte, und damit noch mehr Boden belastet wird.

Timm Voigt und Dr. Birgit Kersten, Hoisdorf

Bebauung viel zu groß

31. Januar: „Weniger Parkplätze für Bauprojekt auf Gleisdreieck in Glinde“

Der Bauausschuss hatte sich auf einen Stellplatzschlüssel von 1:1 festgelegt. Aus Kostengründen wurden nun die Stellplätze in der Tiefgarage gestrichen. Eine Erweiterung von ebenerdigen Stellplätzen ist aufgrund der intensiven Bebauung nicht möglich. Die Bebauung mit sieben Wohnblocks und 153 Wohnungen ist für ein Grundstück von circa zwei Hektar viel zu viel.

Otto Ninnemann

Abstand viel zu klein

22. Januar: „Was wird nun aus Bargteheides Bürgerwindpark?“

Vor Jahren hatte sich bei 100 Meter hohen Windrädern ein Abstand von 1000 Metern zu Wohngebieten bewährt. Dann verringerte man den Abstand auf 800 Meter, obwohl die Windräder mit einer Höhe von 200 Meter montiert werden. Dabei sind die großen Anlagen auch lauter. Ist das logisch? Nein, es ist ein Abwägungsmangel.

Gerhard Artinger, Bargteheide, Mitglied bei www.gegenwind-bargteheide.de

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