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Wer einen Eid leistet, der legt einen Schwur ab

Wenn beispielsweise Politiker ihr neues Amt antreten, legen sie vorher einen Eid ab. Aber was bedeutet das eigentlich genau? Und wieso werden auch Richter und Soldaten überhaupt vereidigt?

Reinbek. Der neue Reinbeker Bürgermeister ist am Donnerstag vereidigt worden. Das ist bei Politikern und Beamten so üblich.

Doch was bedeutet es überhaupt einen Eid zu leisten? Ein Eid ist zunächst mal ein Schwur und somit eine persönliche Verstärkung einer Aussage. Muss zum Beispiel ein Zeuge vor Gericht aussagen, kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass er vereidigt wird. Er schwört dann, die Wahrheit zu sagen. Sollte sich herausstellen, dass er trotzdem gelogen hat, dann kann die Strafe sehr viel höher ausfallen, als wenn er keinen Schwur geleistet hätte.

Ein Amtseid ist allerdings von der Vereidigung vor Gericht zu unterscheiden. Denn der Amtseid stellt in Deutschland im öffentlichen Recht bei Beamten, Richtern, Soldaten sowie Politikern eher eine Tradition dar, die die Übernahme der neuen Aufgabe nach außen hin ausdrückt. Sollte hierzulande jemand einen Amtseid brechen, hat das keinerlei rechtliche Folgen.

Bundeskanzler und Bundesminister in Deutschland schwören in ihrem Amtseid unter anderem, zum Wohle des deutschen Volkes zu handeln. Dieser Eid kann mit der religiösen Beteuerung „So wahr mir Gott helfe“ ergänzt werden. Gerhard Schröder war 1998 der erste und bislang einzige Kanzler, der darauf verzichtete.

Jugendliche unter 18 Jahren können übrigens nicht vereidigt werden, da sie vorher als nicht eidesfähig angesehen werden.