Stormarn
Bargteheide

Frauenbeauftragte fordert Politiker zu mehr Mitarbeit auf

Die Bargteheider Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Abel legte den Stadtvertretern bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause ihren Jahresbericht vor.

Bargteheide. Jugendpolitiktage, Jobmesse, Veranstaltungen zum Wiedereinstieg in das Berufsleben, die Aktionswoche gegen Gewalt. Die Liste ihrer Aktivitäten ist lang, die Zustimmung der Kommunalpolitiker groß. Dennoch wurde Kritik laut.

„Es gibt viele Veranstaltungen, die nach innen gewendet sind“, sagte Mathias Steinbuck (CDU), der mehr Außenwirkung forderte. Renate Mascher von der Wählergemeinschaft (WfB) lobte die gute Zusammenarbeit der Gleichstellungsbeauftragten mit den Schulen, Vereinen und Verbänden. Mascher: „Aber vielleicht könnten die Fraktionen noch stärker eingebunden werden.“ Die Antwort kam als Bumerang zurück. Abel: „Ich würde mir Resonanz wünschen.“ Stattdessen blieben ihre Anfragen oft ohne Antwort. Abel: „Ich habe auf die Aktionswoche gegen Gewalt hingewiesen. Keine Reaktion. Beim heutigen Treffen war niemand da.“

Friedrich Westerworth (CDU) stellte mit seinem Beitrag zwar nicht gleich die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten infrage, meinte aber: Mädchen sind schlauer. Jungen müssten gefördert werden. So habe ihm der kürzlich entdeckte Auto-Aufkleber „Männer sind auch Menschen“ gut gefallen. Gabriele Abel ließ sich nicht provozieren und versprach Westerworth, detaillierte Ausführungen zur Arbeitsgruppe Jungenarbeit zuzuschicken.