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Staatssekretäre sollen jetzt über die S4 sprechen

Landesminister Meyer und Bundesminister Dobrindt räumen „Irritationen“ aus

Ahrensburg/Berlin. Ist die S4 wirklich erforderlich? Ein Schreiben aus dem Bundesverkehrsministerium hatte unlängst Zweifel gesät. Steht der Bund nicht mehr hinter dem Bau von zwei zusätzlichen S-Bahn-Gleisen zwischen Hamburg-Hasselbrook und Ahrensburg? Diese Zweifel sind nun offenbar vom Tisch. Der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und der neue Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) haben in Berlin über das Thema gesprochen. „Dabei konnten die Irritationen ausgeräumt werden“, sagt Stefan Nitschmann, Sprecher im Kieler Verkehrsministerium. Es sei zudem vereinbart worden, dass die beiden Staatssekretäre Enak Ferlemann (Bund) und Frank Nägele (Schleswig-Holstein) weitere Gespräche über den geplanten Bau der S-Bahn-Verbindung führen sollen.

In dem auf den 18. Dezember datierten Schreiben hatte ein Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium, unter anderem behauptet, die Kosten des S-4-Projekts würden mit mittlerweile 637 Millionen Euro den Grenzwert von 550 Millionen Euro erheblich übersteigen. Wirtschaftlichkeit und Dringlichkeit des Bauvorhabens seien deshalb „zu hinterfragen“. Er operierte dabei allerdings mit Zahlen, die aus einer fünf Jahre alten Studie über die Verkehrsbelastung Hamburger Hauptbahnhof stammten.