Stormarn
Ahrensburg

St. Johannes bald geöffnet? Förderverein begrüßt Angebot

Ahrensburger Kirchengemeinderat signalisiert Kompromissbereitschaft: Wenn der Verein Unterhalt und Betrieb der Kirche sicherstellen kann, könnten Schließung und Entwidmung zurückgenommen werden.

Ahrensburg. Als „positives Signal“ wertet der Vorsitzende des Ahrensburger Fördervereins St. Johannes, Hans Peter Hansen, ein Gesprächsangebot des Kirchengemeinderates. Es geht um eine mögliche Wiedereröffnung des seit Sommer vergangenen Jahres geschlossenen Gotteshauses. Der Förderverein setzt sich für den Erhalt der Kirche an der Rudol-Kinau-Straße ein. „Das ist ein erheblicher Fortschritt“, so Hansen in einer ersten Reaktion.

Das Angebot des Kirchengemeinderates: Sofern die gesamten Kosten für den Unterhalt und den Betrieb der Kirche durch den Verein nachhaltig getragen werden können, sei die Kirchenleitung bereit, Schließung und Beschluss zur Entwidmung der Kirche zurückzunehmen. Das hat die Kirchengemeinderatsvorsitzende, die Pastorin Anja Botta, erklärt. Die Entscheidung sei bei einer Sitzung am Dienstagabend gefallen.

„Wir möchten durch dieses konkrete Angebot unsere aufrichtige Kompromissbereitschaft zeigen und hoffen sehr, dass wir wieder in eine Phase der konstruktiven Gespräche kommen“, sagt Botta. Nun müsse der Verein konkrete Zahlen vorlegen. „Zeitnah“ solle es zu Gesprächen kommen. Hans Peter Hansen hat bereit eingewilligt und um einen Termin gebeten. Allerdings liege es an der Kirchenleitung, die Unterhalts- und Betriebskosten genau zu beziffern.

Zuletzt war der Streit um das Gebäude an der Rudolf-Kinau-Straße eskaliert, als der Kirchengemeinderat das Gelände einzäunen ließ.