Ahrensburg

Flüchtlinge: Verwaltung soll neue Bleibe für DLRG suchen

„Ich bin angenehm überrascht“, sagt Monika Raddatz.

Ahrensburg. Die stellvertretende Vorsitzende des Ahrensburger Ortsverbands der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatte nicht erwartet, dass der Sozialausschuss seine Entscheidung über die Kündigung der Räumlichkeiten vertagt, in denen die Organisation derzeit untergebracht ist. Einstimmig forderte das Gremium die Verwaltung auf, gemeinsam mit der DLRG bis Dezember nach neuen Unterkünften für die Lebensretter Ausschau zu halten.

Die DLRG soll Mitte kommenden Jahres ihr Vereinsheim an der Straße Reeshoop verlassen, um Platz für Flüchtlinge zu schaffen. Derzeit beherbergt Ahrensburg 65 Flüchtlinge, weitere sieben werden bis Jahresende vom Kreis zugeteilt werden. Im kommenden Jahr sollen dann noch 20 Asylbewerber hinzukommen.

Der Ausschussvorsitzende Bela Randschau (SPD) und Bürgervorsteher Roland Wilde (CDU), der dem Sozialausschuss ebenfalls angehört, hatten zunächst vorgeschlagen, dass die Verwaltung nach neuen Räumlichkeiten für die DLRG sucht. Michael Stukenberg (FDP) sprach sich dafür aus, dabei auch zu prüfen, ob sie in ungenutzte Räumlichkeiten der Sparkasse ziehen kann. Gabriela Schwintzer, bürgerliches Mitglied der Wählergemeinschaft WAB brachte dafür das Rohrbogenwerk ins Spiel. Nina Holers, bürgerliches Mitglied der Grünen, schlug schließlich vor, dass sich auch die DLRG an der Suche beteiligt.

Laut Raddatz würden die Lebensretter am liebsten in Containerbauten auf dem Gelände des Badlantic ziehen. „Ohne Unterstützung der Stadt dürften wir nichts Bezahlbares finden“, sagte Raddatz dem Abendblatt.