Reinbek

Reinbeker Stadtverordnete schließen Frieden

Gipfeltreffen zur „Schweineköpfe“-Affäre um Heinrich Dierking erfolgreich. Parteien beschließen alle Ausschusssitze einstimmig

Reinbek. Die Reinbeker Stadtverordneten haben ihren Streit um die Begriffe „Schweineköpfe“ und „Schweineköppe“ beigelegt. Ein von Bürgervorsteher Dieter Lohmann (CDU) vor der Stadtverordnetenversammlung anberaumter Friedensgipfel mit seinen beiden Stellvertretern und allen Fraktionsspitzen war erfolgreich. „Wir haben alle vorherigen Auseinandersetzungen ausgeräumt“, sagt Lohmann. Bei der anschließenden Sitzung wurden alle Ausschüsse und deren Vorsitzende einstimmig en bloc gewählt – innerhalb weniger Minuten.

Damit leitet Heinrich Dierking (Forum 21) künftig den Bau- und Planungsausschuss. Ein Satz von ihm bei einer Sitzung im Mai hatte die SPD auf die Palme gebracht. Die Sozialdemokraten hatten „Ihr seid Schweineköpfe“ gehört und fühlten sich nachhaltig beleidigt. Dierking erwiderte, in freundlichem Tonfall von „Schweineköppen“ gesprochen und den Spruch nicht böse gemeint zu haben. In einer Erklärung sprach die SPD Dierking die „moralische und politische Fähigkeit“ ab, einen Ausschuss zu leiten, und forderte eine Entschuldigung für die „Verbalinjurie“. Anderenfalls wolle man gegen ihn als Ausschussvorsitzenden stimmen. Diese Vorwürfe erregten wiederum die Forum-21-Mitglieder, die den Ruf ihres Fraktionschefs beschädigt sahen und einen Widerruf von der SPD verlangten.

Schließlich schaltete sich Bürgervorsteher Lohmann ein. Er telefonierte herum und brachte die Kontrahenten an einen Tisch. Was bei dem Treffen im Magistratszimmer des Rathauses genau passierte, bleibt ein Geheimnis der Beteiligten. Sie verständigten sich darauf, keinerlei Auskunft über die Details zu geben. „Ab sofort wird wieder vernünftig zusammengearbeitet und nach vorn geblickt“, sagt Dieter Lohmann.

Den Worten ließen die Stadtverordneten Taten folgen: Sie beschlossen mehrheitlich den B-Plan für die neue Groß-Kita am Mühlenredder hinter dem Schulzentrum. Auf dem Rasenplatz zum Freibad ist ein Neubau für drei Millionen Euro geplant. Dort richtet die Stadt jeweils drei Krippen- und drei Elementargruppen sowie eine Hortgruppe ein. Das Land gewährt rund 660.000 Euro Zuschuss.