Barsbüttel

180 Willinghusener unterschreiben Protest gegen Lkw

Initiative übergibt Liste an Politiker. Barsbüttels Bürgermeister will helfen

Barsbüttel . Die Proteste gegen den Schwerlastverkehr an der Barsbütteler Landstraße und am Katzenberg im Ortsteil Willinghusen gehen weiter: Während der Barsbütteler Gemeindevertretung übergab Manfred Schröder eine Unterschriftenliste an Protokollführerin Ramona Gregoryan: Mehr als 180 Bürger unterschrieben – sie sind genervt von den Sattelzüge, die täglich durch das Wohngebiet fahren.

Seit Anfang Juli werden auf einer Großbaustelle auf der Bundesstraße 404 bei Trittau täglich rund 30.000 Tonnen Straßenasphalt abgefräst, Sattelzüge fahren diesen zum Asphaltmischwerk der Firma H+W Mischwerke nach Oststeinbek. Der Weg dorthin führt durch Willinghusener Straßen. Die Anwohner fühlen sich durch den erhöhten Straßenverkehr in der 30er-Zone benachteiligt. „Viele der Fahrer beachten nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung oder Vorfahrtsregeln und fahren über Gehwege“, sagt Klaus-Peter Leiste, einer der Initiatoren des Bürger-Protests.

Daher seien nicht nur Anwohner, sondern auch Fußgänger, Fahrradfahrer und Kinder auf ihrem Weg zur Schule betroffen. Mitte Juli demonstrierten etwa 70 Bürger auf der Fahrbahn gegen den erhöhten Straßenverkehr (wir berichteten). Die Ortsansässigen fordern, dass die 30-Tonner künftig durch das Gewerbegebiet im Norden Oststeinbeks fahren, damit die Straßen des Wohngebiets entlastet werden.

Der Barsbütteler Bürgermeister Thomas Schreitmüller will sich für die Willinghusener einsetzen. „Wenn im September der neue Oststeinbeker Bürgermeister gewählt ist, werden wir gemeinsam versuchen, eine Lösung zu finden“, sagt Schreitmüller. Zurzeit ist das Bürgermeisteramt in Oststeinbek nicht besetzt, Hans-Joachim Vorbeck, der erste Stellvertreter des Bürgermeisters, leitet die Geschicke der Gemeinde kommissarisch.

Nach der Übergabe der Unterschriftenliste hofft Klaus-Peter Leiste auf einen positiven Ausgang für die Willinghusener. „Wir zählen auf unsere Verwaltung und deren Gemeindevertreter.“ Der 68-Jährige sei jedoch „guten Mutes“. Leiste: „Vorerst werden wir nicht mehr demonstrieren.“