Bad Oldesloe

FBO ist das Zünglein an der Waage

In Bad Oldesloe hat kein politisches Lager die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen können

Bad Oldesloe. In der Kreisstadt beherrschte schon am Wahlabend vor allem ein Thema die Diskussionen der Parteien: das Abschneiden der FBO und die Sitzverteilung. In der Stadtverordnetenversammlung spielt sie nun das Zünglein an der Waage, denn weder SPD, Grüne und Linke einerseits noch CDU und FDP andererseits kommen dort auf die absolute Mehrheit.

"Das wird ein hartes Stück Arbeit", sagt FBO-Fraktionschef Heinz Drenkberg. Alle Fraktionen seien gezwungen, miteinander zu sprechen. Bürgerworthalter Rainer Fehrmann von der CDU hofft indes, "dass die persönlichen Attacken aufhören und sich die vernünftigen Kräfte bei der FBO durchsetzen." Die FBO wurde von Abgeordneten gegründet, die die CDU-Fraktion verlassen hatten.

"Jetzt muss die FBO auch in den Ausschüssen richtig mitarbeiten", sagt Hartmut Jokisch, Ortsverbandsvorsitzender der Grünen. Er hoffe, dass nun die Blockade zwischen der Wählergruppe und der CDU aufhöre. Ähnlich äußert sich Maria Herrmann, Fraktionsvorsitzende der SPD: "Die FBO hat bis auf wenige Ausnahmen bislang keine seriöse Politik gemacht. Dazu ist sie jetzt in den Ausschüssen gezwungen."

FDP-Chef C. Hinrich Stange macht für die Verluste der Liberalen die FBO verantwortlich. "Aber wir haben immer noch besser abgeschnitten als im Landesdurchschnitt." Hendrik Holtz, Spitzenkandidat der Linken, freut sich, dass er für seine Partei in die Stadtverordnetensammlung einziehen kann. "Wir hatten allerdings schon mit vier Prozent gerechnet." Er hoffe, dass Rot-Rot-Grün nun teilweise mit der FBO Mehrheiten gegen CDU und FDP zusammenbringen könne.