Ahrensburg

44 neue Wohnungen für Ahrensburgs Westen

Genossenschaft Neue Lübecker will drei Häuser am Ohlendamm abreißen und vier neue errichten. Baubeginn ist für 2015 geplant

Ahrensburg. Die Baugenossenschaft Neue Lübecker plant erhebliche Veränderungen in dem kleinen Wohngebiet an der Straße Ohlendamm, das in Sichtweite des U-Bahnhofs Ahrensburg West liegt. Die drei Mietshäuser mit den Hausnummern 2, 4 und 6, in denen insgesamt 21 Wohnungen liegen, sollen abgerissen werden. Auf dem Grundstück sollen vier neue Gebäude mit 44 Wohnungen entstehen. Geplant ist außerdem der Bau einer Tiefgarage und neuer Parkplätze. Der Baubeginn ist für 2015 geplant, die Arbeiten sollen etwa zwei Jahre dauern. Langfristig plant die Neue Lübecker auch, den Wohnblock am Waldemar-Bonsels-Weg 160-162 abzureißen, der in nächster Nähe liegt. An seiner Stelle will die Genossenschaft fünf Reihenhäuser bauen.

"Wir haben einen Erhalt der drei Gebäude geprüft. Aber die Häuser, die in den Jahren 1957 bis 1959 gebaut wurden, sind in Sachen Ausstattung und Energie-Effizienz nicht mehr auf dem Stand der Zeit", sagt Dirk Haarbach, Leiter der Bereiche Technik und Bau bei der Neuen Lübecker. Das Vorhaben bedeutet zudem einen Zugewinn von 23 Wohnungen. Damit passt es in die städtische Rahmenplanung: Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das Politik und Verwaltung in den Jahren 2009/10 gemeinsam mit einem Planungsbüro erarbeitet haben, sieht für den Bereich eine Verdichtung vor. Die Pläne finden deshalb bei der Stadt auch Zustimmung. Der Bauausschuss beschloss kürzlich einstimmig, dass für das Gebiet ein Bebauungsplan erstellt werden soll auf Basis eines städtebaulichen Konzepts, das die Neue Lübecker vorgelegt hat.

Der Entwurf sieht im Detail vor, dass drei Stadtvillen gebaut werden mit je zwei Geschossen und einem etwas zurückgesetzten Staffelgeschoss. Weiterhin soll in der Mitte des Grundstücks ein lang gezogenes Gebäude entstehen mit zwei Etagen und einem Staffelgeschoss. Am Ohlendamm sollen zwei Parkflächen mit zehn und elf Stellplätzen angelegt werden. Die Tiefgarage soll 30 Plätze haben. Die Neue Lübecker will mehr Parkplätze bauen, als für die neuen Häuser nötig wäre - das soll der kleinen Straße Entlastung bringen, die zurzeit oft zugeparkt ist.

Der große Hintergarten, über den die drei Häuser verfügen, wird sein Gesicht stark verändern. Die Birken müssen für die Neubauten gefällt werden. Ein Knick, der unter anderem mit alten Eichen bewachsen ist und das Grundstück bogenförmig begrenzt, bleibt allerdings erhalten.

Laut Dirk Haarbach sollen die drei alten Gebäude "so bald wie möglich" abgerissen werden. Bis dahin müssen aber für einige Mieter noch neue Wohnungen gefunden werden. Dazu Jan Schlief, Leiter des Ahrensburger Service-Centers: "Ein Gebäude ist komplett leer, in zwei Häusern leben noch insgesamt fünf Mietparteien. Mit ihnen führen wir intensive Gespräche." Schlief betont, dass es Auswahl gebe - die neue Lübecker verfügt in Ahrensburg über 1450 Wohnungen. Etwas mehr Zeit bleibt den Mietern der acht Wohnungen, die in dem Gebäude am Waldemar-Bonsels-Weg liegen. Das Vorhaben, das Gebäude durch Reihenhäuser zu ersetzen, soll laut Dirk Haarbach erst in "zehn, 15 Jahren" realisiert werden.

Entwürfe für die neuen Häuser am Ohlendamm gibt es noch nicht. "Wir prüfen, sie aus Holz und Beton in sogenannter Hybridbauweise zu bauen", sagt Dirk Haarbach. Zudem könnten die Häuser ein eigenes Blockheizkraftwerk bekommen, im Gespräch ist außerdem die Nutzung von Wärmepumpen.

Bei der Vermietung der Wohnungen werden Genossenschaftsmitglieder Vorrang haben. Aber, so Jan Schlief: "Es ist möglich, dass wir auch einige auf dem freien Markt anbieten werden."