Verteidiger fordert im Prozess um Tote aus dem Schrank Freispruch

Ahrensburg. Im Prozess um den fast 20 Jahre zurückliegenden Totschlag an einer Geschäftsfrau aus Ahrensburg, der zurzeit vor dem Landgericht Lübeck verhandelt wird, hat die Verteidigung am Montag Freispruch gefordert. Es gebe keinerlei Hinweise für eine Täterschaft des Angeklagten, sagte dessen Rechtsanwalt Ulrich Haage am Montag.

Die Anklage wirft dem heute 48 Jahre alten Angeklagten vor, die wohlhabende Witwe in der Nacht zum 17. Juli 1993 erdrosselt zu haben. Ihre Leiche wurde im Schlafzimmerschrank ihres Hauses an der Straße Vierbergen entdeckt.

Die Staatsanwältin hat eine Gesamtstrafe von acht Jahren und drei Monaten beantragt. Die Nebenklage hält eine Haftstrafe von mindestens acht Jahren für angemessen.