Moment mal!

Kubicki rettet die Welt

Eine Glosse von Matthias Popien

Der Kubicki! Das ist ein Tausendsassa, oder doch zumindest ein Dreimonatssassa. Noch nicht einmal drei Monate ist es her, da wollte er unbedingt in den Kieler Landtag. Ohne ihn, so der Tenor, gehe es bergab mit Schleswig-Holstein. Nun ist es so weit! Denn Wolfgang Kubicki, am 6. Mai von den treuen Schleswig-Holsteinern mit einem schönen Ergebnis für die FDP ins Parlament gewählt, will im kommenden Jahr in den Bundestag wechseln. Ohne ihn, wird er behaupten, gehe es bergab mit Deutschland.

Wie es nach der Bundestagswahl mit Kubicki weiter geht, ist klar. Denn der Freieste aller Freidemokraten schert sich nicht einen Deut um sein Wahlkampfgerede. Er stellt überrascht fest, dass die Liberalen auch im Bundestag auf den harten Oppositionsbänken Platz nehmen müssen, und gibt Philipp Rösler die Schuld daran. Und er stellt fest, dass ein Segeltörn auf der Ostsee vor Kiel doch erheblich unterhaltsamer ist.

Wir ahnen, dass dem Kubicki irgendwann, also etwa nach drei Monaten, auch das Schippern auf der Ostsee langweilig wird. Das dürfte an Philipp Rösler liegen - warum, wissen wir nicht so genau. Wir schlagen Kubicki jedenfalls für die nächsten Drei-Monats-Phasen folgende Tätigkeitsfelder vor: Griechenland und Italien vor dem Bankrott retten, im Vatikan für Ordnung sorgen, Dieter Bohlen bei DSDS ersetzen. Am Ende wartet die schwierigste Aufgabe: auf Dauer in Rente gehen - und dafür nicht Philipp Rösler verantwortlich machen.

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