Stormarn

Schnellbahn-Initiative begrüßt Bekenntnis des Bundes zur S 4

Die S-4-Initiative Hamburg/Stormarn begrüßt das Bekenntnis des Bundes zum Bau einer Schnellbahnverbindung zwischen Hamburg und Stormarn.

Ahrensburg. "Damit steht der Vorentwurfsplanung jetzt nichts mehr im Wege. Sie muss nun kurzfristig in Auftrag gegeben werden", schreiben die beiden Sprecher der Initiative, der Ahrensburger Jörg Sievers und der Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter aus Rahlstedt, in einer gemeinsamen Erklärung.

Wie berichtet, hatten sich bei einem Arbeitstreffen in der Bonner Niederlassung des Bundesverkehrsministeriums Vertreter des Bundes und der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg über die Finanzierung des schätzungsweise 350 Millionen Euro teuren Projekts ausgetauscht. Die Vorentwurfsplanung soll zunächst vom Land Schleswig-Holstein vorfinanziert werden. Die Ergebnisse sollen dem Bund voraussichtlich bis Ende kommenden Jahres vorgelegt werden.

Zuletzt hatte hinter dem gesamten Projekt ein dickes Fragezeichen gestanden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU) hatte vernommen, Bundesverkehrminister Peter Ramsauer (CSU) wolle vor dem Hintergrund einer möglichen Nominierung Münchens als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 einen Großteil der Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz nach Bayern lenken.

Die olympischen Träume sind in Bayern ausgeträumt. Die Sprecher der S-4-Initiative sind vollauf zufrieden: Dank der grundsätzlichen Unterstützung durch den Bund könne nun endlich mit der Planung begonnen werden, so Jörg Sievers. "Damit wurde zum jetzigen Zeitpunkt wohl das Maximum erreicht", sagt der Stormarner Initiativensprecher.

Nach Überzeugung der S-4-Initiative muss die Schnellbahnverbindung spätestens in neun Jahren fertiggestellt sein. Denn 2020 sollen nach jetzigem Stand der Planungen auch die feste Fehmarnbeltquerung realisiert sein. Experten rechnen dann mit einer deutlich höheren Auslastung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck.