Stormarn

Gartenholz-Ini kritisiert Bürgervorsteher

Bewohner fordern eine Entschuldigung von Werner Bandick

Ahrensburg. Als einen "Schlag ins Gesicht" bezeichnet Stefan Kupffer von der Interessengemeinschaft Gartenholz die Äußerung von Ahrensburgs Bürgervorsteher Werner Bandick (CDU) zum Gartenholz-Quartier während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Bandick, der seit 1985 im Gartenholz lebt, hatte seinen Antrag zur Reduzierung der Wohneinheiten im geplanten Neubaugebiet Schlossviertel/Erlenhof damit begründet, dass die CDU "ein zweites Gartenholz mit all seinen sozialen Problemen der vergangenen 20 Jahre" verhindern wolle. "Dies ist eine Beleidigung der Einwohner des Gartenholzes", sagt Kupffer, der selbst seit zehn Jahren in dem Ahrensburger Stadtteil lebt.

Bei alteingesessenen Bewohnern gebe es ohnehin Vorurteile, die dem Gartenholz nicht gerecht würden, so Kupffer. Vereine, Kirche, Bürger und städtische Einrichtungen arbeiteten erfolgreich daran, die sozialen Probleme anzupacken. Kupffer: "Wie soll ein Umdenken erfolgen, wenn selbst der Bürgervorsteher das schlechte Image des Stadtteils herbeiredet?" Die Interessengemeinschaft Gartenholz erwartet eine öffentliche Entschuldigung von Werner Bandick. Es sei mit dessen Amt nicht vereinbar, einen Stadtteil mit 5000 Bürgern derart abzuwerten.

Der Bürgervorsteher sagte auf Anfrage, dass er sich auf die Vergangenheit bezogen habe. Bandick: "Kupffer kennt die früheren Zustände nicht, kann sie nicht beurteilen."