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Wappen zieren Elmenhorst

Wappen sind Zeichen, die zum Beispiel für Familien, Handwerker-Vereinigungen oder Städte stehen.

Ihre Form beruht auf ritterlichen Schutzschilden aus dem 12. Jahrhundert. Während der Ritterturniere wollten die Zuschauer damals sehen, wer noch an den Kämpfen teilnahm und wer bereits ausgeschieden war. Das erforderte eine farbliche und symbolische Kennzeichnung auf den Schutzschilden oder Fahnen. Gegensätzliche Farben wie Rot, Schwarz, Blau, Purpur und Grün sowie Weiß (für Silber) und Gelb (für Gold) sollten dafür sorgen, dass die Wappen auch aus der Ferne zu erkennen waren. Besonders geeignet zur Anbringung waren Schild und Helm. Sie wurden deshalb Hauptbestandteile der Wappen.

Meist gibt es zur Entstehung der einzelnen Wappen eine Geschichte, die erklärt, weshalb ein Tier, ein Symbol oder eine bestimmte Farbe gewählt wurden. Häufig handelt es sich dabei um "redende Wappen". Das heißt, das Wappen soll jenen Namen verdeutlichen, für den es als Zeichen steht. So führte die gräfliche Familie von Henneberg eine Henne auf einem Dreiberg in ihrem Wappen.

In Elmenhorst könnt ihr euch seit Sonnabend in Stein gehauene Wappen ansehen. Sie stehen im neuen Elmenhorster Garten, zu dem auch ein Steinfeld gehört. Hier stehen drei Steine, die je ein Wappensymbol der Gemeinde Elmenhorst tragen. Sie besteht aus drei Ortsteilen: Elmenhorst, Mönkenbrook und Fischbek. Jeder von ihnen ist mit einem Symbol im Wappen enthalten. Die Forelle steht für Fischbek und symbolisiert den damaligen Fischreichtum. Das Ulmenblatt steht für Elmenhorst und bezieht sich auf den Namen des Dorfes, das auf dem Grund eines gerodeten Ulmenwaldes entstand. Für Mönkenbrook kreuzen sich ein Schwert und ein Abtstab als Symbol. Einer alten Sage nach stand hier Anfang des 14. Jahrhunderts ein Mönchskloster, dessen Bewohner Reisende überfielen.