Konjunkturumfrage

Handwerker jubeln: "Die Krise ist nicht mehr zu spüren"

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"Die Krise ist nicht mehr zu spüren." Mit dieser Aussage titelt die Handwerkskammer Schleswig-Holstein die Zusammenfassung ihrer aktuellen Konjunkturumfrage, an der sich etwa 500 Betriebe beteiligt haben.

Ahrensburg. Die Trendwende sei geschafft, das sei die wichtigste Botschaft", sagt der Kammerpräsident Horst Kruse aus Großhansdorf. Kruse: "Das Handwerk ist insgesamt mit einem blauen Auge davongekommen."

Laut Umfrage beurteilte im zurückliegenden Quartal fast jeder dritte Firmenchef seine augenblickliche Situation als "gut", und mehr als jeder zweite spricht von einer befriedigenden Situation. Diese Werte sind noch eine Nuance besser als die des dritten Vierteljahres 2009, die von der Kammer und ihrem Präsidenten auch schon als äußerst positiv bewertet worden waren.

Horst Kruse bedauert, dass sich die "insgesamt gute Geschäftslage der Handwerksbetriebe" bislang nicht in einem Anstieg von Aufträgen, Umsätzen und Investitionen niedergeschlagen habe. Auch sei die Zahl der Beschäftigten in den Betrieben zurückgegangen. "Erst wenn Aufträge, Umsätze und Investitionen wieder steigen, nähern wir uns einer nachhaltigen Aufschwungphase", so Kruse.

Doch die Prognose der Betriebe für das jetzt begonnene Quartal sieht gar nicht so schlecht aus: 13 Prozent der Betriebe erwarten eine Verbesserung ihrer augenblicklichen Situation, 58 Prozent gehen davon aus, dass sich die Lage kaum verändern wird. Dabei haben die Handwerker den normalen, konjunkturunabhängigen Wintereinbruch schon mit einkalkuliert.

Am positivsten ist die Stimmung im sogenannten personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe. Dazu zählen zum Beispiel Friseure, Schuh- und Uhrmacher - Firmen also, die für relativ kleine Beträge relativ luxuriöse Dienstleistungen erbringen. Ganz anders die Lage in den industrienahen Gewerken (zum Beispiel Feinmechaniker, Kälteanlagenbauer, Elektronanlagenbauer), die mit teuren Investitionsgütern zu tun haben und deshalb oft am Tropf der Weltkonjunktur hängen. Sie haben laut Handwerkskammer die Folgen der Wirtschaftskrise besonders stark zu spüren bekommen, wobei sich die Lage am Hamburger Rand bereits wieder leicht gebessert habe. Die Kfz-Betriebe im Lübecker Kammerbezirk, zu dem auch Stormarn gehört, gaben an, dass die das Auslaufen der Abwrackprämie positiv zu spüren bekämen. Im Nahrungsmittel- und Gesundheitsgewerbe ist die Lage durchschnittlich.

( (sul) )

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