Stormarn

Johannes Spallek - seit 25 Jahren der Mann für Stormarns Kultur

Bad Oldesloe. Seit 25 Jahren fördert Dr. Johannes Spallek (57) als hauptamtlicher Referent des Kreises das kulturelle Leben in Stormarn. Jetzt hat der Reinbeker mit Landrat Klaus Plöger, dem Leitenden Landesarchivdirektor Prof. Reimer Witt und mit Thomas Sello, Leitender Museumspädagoge der Kunsthalle Hamburg, sein Jubiläum gefeiert.

Johannes Spallek hatte am 1. September 1980 als erster hauptamtlicher Archivleiter und Kulturbeauftragter beim Kreis Stormarn angefangen. 98 Ausstellungen und 38 Veröffentlichungen, entweder als Autor oder als Redaktionsleiter, hat er in dieser Zeit zu verantworten. Außerdem begleitete der Kulturreferent zwei Dissertationen und eine Studie über den Reinbeker Schloßgarten als Schriftleiter. Auch die Stormarner Hefte mit einer riesigen Bandbreite an Themen - von der Geschichte über die wirtschaftliche Entwicklung bis zur Kunst der Gegenwart - hat Johannes Spallek gemeinsam mit dem Großhansdorfer Joachim Wergin und anderen konzipiert und in Druck gehen lassen. 23 Jahrgänge sind es mittlerweile.

"Als meine Hauptaufgabe sehe ich es an, Stormarn zum Sprechen zu bringen, also Künstler zu präsentieren und eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Kunst und Kultur im Kreis anzuregen", sagt Spallek. Er sei den vorausschauenden Politikern dankbar, die sich in den Jahren 1979 und 1980 dafür stark gemacht hätten, seine hauptamtliche Stelle zu schaffen. "Weniger das Geld als vielmehr die professionelle Arbeit ist wichtig, um die kulturelle Vielfalt einer Region aufzuzeigen, anzuregen und wissenschaftlich zu begleiten", so der Jubilar.

Er ist stolz, daß es ihm gelungen sei, für die kulturellen Qualitäten und die hervorragenden Künstler in dem zwischen den kulturell starken Städten Hamburg und Lübeck eingeklemmten Kreis bedeutende Foren geschaffen zu haben. Er habe sich außerdem dafür eingesetzt, Heimatforschung weg von Heimattümelei hin in Richtung ernsthafter wissenschaftlicher Arbeit zu bewegen. "Kulturpflege entspricht der Pflege eines Gartens. Jeder weiß, daß ein Garten, der sich allein überlassen wird, verwildert und nicht gedeihen kann", formuliert der Jubilar seine Aufgabe.