Auch Spechte lieben Meisenknödel

Alexander Sulanke

Ahrensburg. Sie gehören zum Winterbild wie Eis und Schnee: Vogelhäuser. Dabei müssen Vögel auch in der kalten Jahreszeit eigentlich gar nicht gefüttert werden. "In einem naturbelassenen Garten finden sie immer genug Nahrung", sagt Uwe Schneider (64), Geschäftsführer des Ahrensburger Vereins Jordsand. "Unter ökologischen Gesichtspunkten ist Füttern also unsinnig", sagt Schneider, "unter pädagogischen Aspekten natürlich nicht." Auch der Verein Jordsand hat ein Vogelhaus - direkt vor dem Bürofenster.

Wer sich entschließt, Vögel zu füttern, sollte einige wichtige Grundsätze beherzigen. Uwe Schneider: "Das beste Futter ist rohes, unbehandeltes Getreide. Gut sind auch Sonnenblumenkerne oder rohe Erdnüsse. Amseln und Rotkehlchen freuen sich auch mal über ein Stück Apfel." Auf gar keinen Fall sollten hingegen Brot und Essensreste ins Vogelhaus gelegt werden. Chemische Zusätze und Gewürze in menschlicher Nahrung bekommen Vögeln nicht. "Und Brot gärt. Das ist gefährlich", so Schneider. Und auf keinen Fall sollten gesalzene Erdnüsse verfüttert werden.

Meisen und Spechte freuen sich auch über die so genannten Meisenknödel. Sie lassen sich ganz einfach selbst herstellen. "Man muss nur Talgreste vom Schlachter erwärmen, Getreide, Sonnenblumenkerne oder ein paar Rosinen untermischen, das Ganze formen und kalt werden lassen", sagt Uwe Schneider.

( sul )

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