Kommentar

Mehr Wohnraum in den Zentren

Gleich vorweg: Eine pauschale Aussage darüber, wie fit Senioren im Alter sind, kann man nicht machen.

Während die einen noch mit 75 Jahren keinerlei Beschwerden haben und ohne Probleme als 60-Jährige durchgehen, merkt man anderen schon früh ihr Alter an. Die Bewegungen fallen schwer, das Sehen wird schlechter, und die Konzentration lässt nach. Gerade im Straßenverkehr - ob auf dem Rad oder im Auto - kann das Folgen haben, die verheerend sind.

Dabei gibt die Tatsache, dass viele Senioren bis ins hohe Alter unfallfrei unterwegs sind, nur bedingt darüber Aufschluss, wie es um ihre Fahrtüchtigkeit wirklich bestellt ist. Denn Zahlen und Tabellen sagen nichts darüber aus, wie viele Unfälle vermieden werden, weil die anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig reagieren und somit mögliche Fehler ausbügeln.

Was also soll geschehen? Dürfen Senioren nicht mehr das Haus verlassen, weil sie eine Gefährdung für die Allgemeinheit darstellen? Das kann wohl kaum die Lösung sein. Denn Mobilität ist für viele unverzichtbar, um den Alltag zu bewältigen.

Der Trend in vielen Kommunen, innenstadtnahe Wohnungen zu schaffen, von denen aus man schnell im Supermarkt, beim Arzt oder in der Buchhandlung ist, ist deshalb der richtige Weg. Und er hat gleich zwei Vorteile: Fahrräder und Autos können in den Garagen bleiben, was gut für die Sicherheit ist. Und bei der Lebensqualität gibt es keine Einbußen.