Brunsbüttel

Im Watt verschwunden: Von Mutter und Sohn fehlt jede Spur

Weiterhin verschwunden: Die 41-Jährige hatte Mitte Oktober einen erweiterten Selbstmord mit ihrem Sohn vorgetäuscht

Weiterhin verschwunden: Die 41-Jährige hatte Mitte Oktober einen erweiterten Selbstmord mit ihrem Sohn vorgetäuscht

Foto: Polizei

Die Mutter hatte mit ihrem Kind Mitte Oktober einen Selbstmord im Watt vorgetäuscht. Fahndung blieb bislang ohne Erfolg.

Brunsbüttel. Ein viertel Jahr nach dem Verschwinden der Brunsbütteler „Wattmutter“ bleiben die 41-Jährige und ihr achtjähriger Sohn weiterhin untergetaucht. „Die Fahndung blieb bislang ohne Erfolg“, sagte die Itzehoer Polizeisprecherin Merle Neufeld.

Die Frau hatte Mitte Oktober einen Selbstmord gemeinsam mit ihrem Sohn vorgetäuscht. Damals verabschiedete sie sich mit dem Kind zu einem Ausflug ins Watt. Am Elbufer ließ sie Schuhe und die Mütze des Kindes zurück. Fußspuren führten hinaus ins Wasser.

Doch der Selbstmord war wohl vorgetäuscht, um gezielt untertauchen zu können. Sie hätte einige Tage später eine Haftstrafe wegen mehrerer Betrugsdelikte antreten müssen. Hierzu war sie in Hanau verurteilt worden, wo sie mehrere Jahre lang gelebt hatte.

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Vor ihrem Verschwinden räumte die 41-Jährige nach Medienberichten unter anderem ihr Konto und das ihres Sohnes leer und verkaufte ihr Auto für mehrere Tausend Euro. Anfang November meldete sich die Frau dann mit einer Mail, aus der Medien zitierten.

Danach habe sie sich nur abgesetzt, um ihren Sohn davor zu bewahren, dass er in eine Pflegefamilie oder zu seinem aggressiven Vater komme. Laut Medienberichten ist das Handy der Frau mittlerweile ausgeschaltet und kann nicht geortet werden. Ihre Spur soll nach Spanien führen.

Oberstaatsanwalt Dominik Mies aus dem hessischen Hanau, wo sie im Februar 2019 wegen Betrugs verurteilt worden war, sagte der „Dithmarscher Zeitung“: „Salopp formuliert lassen die Taten den Schluss zu, dass es sich um eine notorische Betrügerin handelt.“

( dpa )