Schleswig-Holstein

Sieben Einwohner: Gröde ist Deutschlands kleinste Gemeinde

Die Hallig Gröde vor der Nordseeküste in Nordfriesland

Die Hallig Gröde vor der Nordseeküste in Nordfriesland

Foto: dpa

Drei Männer und vier Frauen wohnten Ende des vergangen Jahres auf der kleinen Hallig im nordfriesischen Wattenmeer.

Gröde. Deutschlands kleinste Gemeinde liegt weit im Norden: In Gröde in Schleswig-Holstein lebten Ende 2018 nur sieben Menschen. Die Frauen haben auf der Hallig im nordfriesischen Wattenmeer die Überhand, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Drei Männer und vier Frauen wohnten dort. Gröde sei 2,52 Quadratkilometer groß. Somit betrug der Erhebung zufolge die Bevölkerungsdichte drei Menschen je Quadratkilometer.

"Das Schöne bei uns in Gröde ist ja, dass nicht so viele Leute hier sind", sagte Hallig-Bewohner Reiner Mommsen der Deutschen Presse-Agentur. Fast sein gesamtes Leben habe der 56-Jährige auf der Hallig verbracht. Mit den beiden anderen Männern sei er beim Küstenschutz tätig. Eine der vier Frauen sei seine Partnerin, eine weitere seine Mutter. In Gröde gebe es sechs Ferienwohnungen, eine alte Kirche und viel Natur. "Zu sehen gibt es zwar nicht viel, aber dafür kann man weit gucken." Mommsen plane zurzeit nicht, demnächst aufs Festland zu ziehen.

Am dichtesten besiedelt ist München

Die bevölkerungsreichste Gemeinde Deutschlands war zum Ende des vergangenen Jahres laut Statistischem Bundesamt die Hauptstadt Berlin mit rund 3,645 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 891 Quadratkilometern. Der Frauenanteil liege bei 51 Prozent und die Bevölkerungsdichte bei 4090 Einwohnern je Quadratkilometer.

Die am dichtesten besiedelte Gemeinde Deutschlands war demnach jedoch München mit 4736 Einwohnern je Quadratkilometer. Zum Vergleich: Die Bevölkerungsdichte in Deutschland betrug den Statistikern zufolge Ende 2018 im Schnitt 232 Einwohner je Quadratkilometer.