Brunsbüttel

Aktivisten wollen Produktion bei Düngemittelfirma stören

Das Yara-Werk Brunsbüttel.

Das Yara-Werk Brunsbüttel.

Foto: dpa

Umweltschützer planen vor dem Unternehmen Yara in Brunsbüttel eine Demonstration. Polizei rechnet mit 100 Teilnehmern.

Hamburg. Umweltschützer wollen am Montag vor den Toren der Düngemittelfirma Yara in Brunsbüttel demonstrieren - und versuchen, die Produktion zu stören. Eine Sprecherin der Organisation Free the Soil (etwa: Befreien wir die Böden) sprach von einer Massenaktion des zivilen Ungehorsams gegen eine der größten Stickstoff-Kunstdüngemittelfabriken in Europa. "Wir glauben, dass direkte Aktion notwendig ist, um die eskalierende Klimakrise aufzuhalten." Die Umweltschützer sehen die Agrarindustrie als eine der größten Zerstörer des Klimas.

Die Polizei erwartet eine friedliche Versammlung mit mehr als 100 Teilnehmern. Um eine Beeinträchtigung der Versammlung und eine Gefährdung der Versammlungsteilnehmer zu verhindern, werde es mehrere Sperrungen geben, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Von 7 Uhr bis 18 Uhr wird der Holstendamm zwischen der Ostermoorstraße und der Zufahrt zur Hauptstraße für den Verkehr gesperrt. Darüber hinaus ist der Westzubringer zwischen Holstendamm und der Anschlussstelle Brunsbüttel Süd zur Bundesstraße 5 nicht befahrbar.

Schon seit Donnerstag haben Umweltschützer im nahe gelegenen Sankt Margarethen im Kreis Steinburg ein Klimacamp errichtet. Dort seien am Samstag etwa 500 Menschen gewesen, sagte die Sprecherin. Die Polizei hat ihrerseits über 500 Polizisten zusammengezogen.