Hamburg–Westerland

Neue Baustellen ab Ende August auf der Marschbahn

Ab Ende August müssen Bahnreisende auf der Strecke Hamburg-Sylt mehr Zeit einplanen. Bahn erläutert die Gründe.

Husum. Urlauber und Sylt-Pendler müssen sich auf Behinderungen im Zugverkehr einstellen. Mit Ende der Ferienzeit in den meisten Bundesländern starten auf der Marschbahn nördlich von Husum wieder Bauarbeiten. Dort soll abschnittsweise die Infrastruktur modernisiert und verbessert werden.

Vier von insgesamt zehn für dieses Jahr geplante Baumaßnahmen wurden bislang realisiert, sagte Michael Körber von der DB Netz AG. Insgesamt seien 7000 Meter Gleise und mehr als 30 Weichen erneuert worden: „Die Modernisierung der Marschbahn liegt voll im Plan.“

Zwischen Hamburg–Altona und Sylt werden Gleise erneuert

Bis Ende des Jahres müssen jetzt noch knapp 54 Kilometer Schienen, rund 40.000 Schwellen und mehr als 37.000 Tonnen Schotter verbaut werden, wie Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis am Mittwoch in Husum sagte. Dadurch werde es zu starken Einschränkungen beziehungsweise zu Gleissperrungen kommen. 2020 soll dann der Bereich um Husum beziehungsweise südlich von Husum saniert werden.

Bis 2022 sollen zwischen Hamburg–Altona und Sylt insgesamt rund 200 Kilometer Gleise und mehr als 30 Weichen erneuert werden. Außerdem sollen Bahnübergänge und die Signaltechnik sowie Brücken modernisiert werden. Die Gesamtkosten betragen rund 160 Millionen Euro. „Für die Sanierung der Marschbahn sind die kommenden vier Jahre vorgesehen, damit möglichst viele Züge während der Bauarbeiten fahren können“, sagte Meyer-Lovis. Die erforderlichen Sperrungen und die damit verbundenen Auswirkungen seien unter anderem mit Touristikern und mit der Pendler-Initiative Sylt abgesprochen worden.

Während des Surf-Weltcups werden die Arbeiten ausgesetzt

Den Angaben zufolge starten die Arbeiten am 28. August zwischen Bredstedt und Stedesand. Sie sollen am 4. November beendet sein. Während des Surf-Weltcups auf Sylt ab dem 3. Oktober werden die Arbeiten ausgesetzt und die Züge verkehren fahrplanmäßig, sagte Meyer-Lovis.

Ab 4. November wird der eingleisige Abschnitt zwischen Lehnshallig und Klanxbüll bis zum 29. November jeweils unter der Woche wegen Bauarbeiten komplett für den Bahnverkehr gesperrt. Züge fahren jedoch an den Wochenenden. Die Arbeiten an der Strecke zwischen Klanxbüll und Morsum dauern den Angaben zufolge vom 16. November an bis 9. Dezember.