Deutsche Bahn

Zug nach St. Peter Ording prallt gegen entlaufene Kuh

Ein Regionalexpress der Deutschen Bahn in Schleswig-Holstein (Archivbild)

Ein Regionalexpress der Deutschen Bahn in Schleswig-Holstein (Archivbild)

Foto: Picture Alliance

Schon wieder greift ein ausgebüxtes Tier in den Bahnverkehr ein. Die Bauerntochter startete noch einen Rettungsversuch.

Flensburg/Husum. Die eingezäunten Tiere im wunderschönen Schleswig-Holstein scheinen vermehrt und fest entschlossen gegen die Begrenzungen ihres Lebensraumes vorzugehen. Nach dem Zwischenfall mit einer Hirschkuh auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck ist es auch auf den Gleisen von Husum nach St. Peter Ording zu einem kuriosen Unfall mit einem entlaufenen Tier gekommen.

Am Montagmittag stieß eine etwa ein Jahre alte Kuh in der Nähe von Tönning mit einer Regionalbahn zusammen. Das hatte Folgen: Die Kuh verendete. Es gab zwar keine Verletzten, aber die Sicherheitsexperten veranlassten einen sogenannten "Langsamfahrbefehl", damit nicht noch mehr passiert. Der Zug konnte zunächst weiterfahren, wurde aber dann aus dem Verkehr gerollt. Er war doch zu stark beschädigt.

Bauerntochter versuchte, die Kollision zu verhindern

Die Tochter des Bauern hatte noch versucht, den Zusammenstoß zu verhindern. Die junge Kuh war als einzige aus einer Mini-Herde von zehn Tieren ausgebüxt. Sie hat offenbar in ihrer Aufwallung mehrere Hindernisse überwunden und war auf den Gleisen gelandet. "Durchgedreht", wie ein Polizeisprecher sagte. Die tatkräftige Tochter hatte dem Lokführer gewinkt, um die Kollision abzuwenden – vergeblich. Die Schnellbremsung rettete das Tier nicht.

Beim Zusammenprall hat der Zug die Kuh offenbar mit der Kupplung gerammt. Andernfalls wäre der Schaden am Triebkopf noch größer gewesen. Die Ermittlungen dauern an.