Atomkraft

Defekte Brennstäbe aus Brunsbüttel jetzt in Schweden

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel wurde 2011 stillgelegt

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel wurde 2011 stillgelegt

Foto: picture alliance/dpa

Vattenfall will die Brennstäbe in einer kerntechnischen Forschungsanlage in Studsvik südlich von Stockholm untersuchen lassen

Brunsbüttel/Kiel. 13 defekte Brennstäbe aus dem Reaktorbetrieb des abgeschalteten Atomkraftwerks Brunsbüttel sind jetzt in einem Forschungsinstitut in Schweden eingetroffen. Das teilte das Energieministerium in Kiel am Mittwoch mit. Der Stromkonzern Vattenfall will die Brennstäbe in einer kerntechnischen Forschungsanlage in Studsvik südlich von Stockholm untersuchen lassen. Sie wurden in den vergangenen drei Wochen mit drei LKW-Transporten über Dänemark nach Schweden gebracht.

Die Betreibergesellschaft erwarte Erkenntnisse für die Anforderungen an die Zwischenlagerung von Defektstäben, teilte das Ministerium mit. Diese Erkenntnisse könnten dann auch anderen Betreibergesellschaften zugutekommen

Die 13 Brennstäbe waren im Laufe der Betriebszeit des AKW Brunsbüttel seit den Siebzigerjahren wegen Schäden aus dem zugehörigen Brennelement entnommen worden. Das AKWBrunsbüttel hatte 2011 die Berechtigung zum Leistungsbetrieb verloren und befindet sich seitdem im sogenannten Nachbetrieb. 2012 beantragte Betreiber Vattenfall die Stilllegung und den Abbau. Nunmehr ist im Kraftwerk kein Kernbrennstoff mehr.