Land lehnt Investitionen in insolventen Lübecker Airport ab

Der Flughafen für Fernflüge ist aus Sicht der Koalition Hamburg-Fuhlsbüttel. Jetzt ist vor allem der Insolvenzverwalter Pannen gefragt.

Lübeck/Kiel. Die schleswig-holsteinische Landesregierung schließt Landesmittel für den erneut in Schieflage geratenen Lübecker Flughafen Blankensee aus. „Wir haben klar gesagt, dass wir keine Investitionen am Flughafen tätigen werden“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Freitag. Der Airport für Fernflüge sei aus Sicht der Koalition Hamburg-Fuhlsbüttel. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Gleichwohl sei die Regierung bereit, bei Genehmigungsverfahren und Vermarktungsfragen zu helfen, sagte Meyer. „Aber wir werden kein zusätzliches Geld reingeben.“ Nach Ansicht des SPD-Politikers ist derzeit vor allem der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Pannen gefordert. „Ich hoffe, dass er sich um eine tragfähige Lösung bemüht. Dann werden wir sehen, was man tun kann für den Standort Lübeck.“

Der Geschäftsführer des Airports, Peter Steppe, hatte am Mittwoch beim Amtsgericht Lübeck Insolvenzantrag gestellt. Bereits am Donnerstag meldete sich daraufhin ein Interessent aus dem europäischen Ausland beim vorläufigen Insolvenzverwalter.