Landwirtschaft

Zur Energiegewinnung: Maisernte verspätet sich im Norden

Auf einem Feld bei Schleswig wird Mais geerntet

Auf einem Feld bei Schleswig wird Mais geerntet

Foto: Christian Charisius / dpa

Der nass-kalte Frühsommer ist schuld: Die Maisernte verzögert sich dieses Jahr. Mais gehört im Norden zu den wichtigsten Feldfrüchten.

Rendsburg.  In Schleswig-Holstein wird die Maisernte in diesem Jahr mit Verspätung beginnen. Die Bauern im nördlichsten Bundesland werden nach Angaben der Landwirtschaftskammer frühestens Ende nächster Woche mit ihren Maishäckslern die bis zu zwei Meter hohen Pflanzen von den Feldern holen. Da Mais eine Wärme liebende Pflanze ist, litt er unter den kühlen und nassen Wochen Anfang Mai bis Ende Juni.

Die Mais-Blüte war im Land erst Mitte August abgeschlossen, etwa zwei Wochen später als im Vorjahr, wie Kammersprecherin Isa-Maria Kuhn berichtete. Die Bestände seien trotz der zurückliegenden für Mais schwierigen Witterung teils unerwartet hoch und überall gesund.

Mais gehört in Schleswig-Holstein neben Weizen und Raps zu den wichtigsten Feldfrüchten. Er wächst nach Angaben des Statistikamtes Nord in diesem Jahr auf 167.100 Hektar und wird überwiegend gehäckselt.

Die Hälfte der Ernte wird als sogenannter Silage-Mais zur Fütterung der Rinder genutzt. Ein Hektar Mais ergibt ungefähr 50 Kubikmeter Silage. Die andere Hälfte dient der Energiegewinnung - pro Hektar ergibt das rund 18 000 Kilowattstunden Strom und 20 000 Kilowattstunden Wärme. Im südlichen Schleswig-Holstein wird nach Angaben der Landwirtschaftskammer in geringem Umfang auch Körnermais angebaut.