Ausbau Autobahn 20

Wichtige Hürde für westliche Elbquerung ist genommen

Der Planfeststellungsbeschluss für den schleswig-holsteinischen Teil der Elbquerung zwischen Glückstadt und der Elbe liegt vor. Die Finanzierung des 1,2 Milliarden Euro teuren Tunnels ist noch unklar.

Kiel/Glückstadt. Die Pläne für eine westliche Elbquerung im Zuge des Ausbaus der Autobahn 20 kommen voran. Der Landesbetrieb Straßenbau- und Verkehr hat den Planfeststellungsbeschluss für den vier Kilometer langen schleswig-holsteinischen Teil der Elbquerung zwischen Glückstadt und der Elbe erlassen.

„Damit haben wir wie zugesagt noch vor Jahresende einen nächsten wichtigen Schritt erreicht und Klarheit geschaffen, wie die weitere Planung aussehen wird“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Donnerstag.

Im März kommenden Jahres sollen die Planunterlagen und der Beschluss in den Gemeinden ausgelegt werden. Meyer will nun erneut mit dem Bund über die Finanzierung des Projekts sprechen. Geplant ist ein Elbtunnel, der rund 1,2 Milliarden Euro kosten soll.

Die Landesregierung strebt für den Bau eine staatliche Projektgesellschaft nach dem Vorbild des dänischen Finanzierungsmodells zur festen Fehmarnbeltquerung an.

Nach dem A-20-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts rechnet Meyer (SPD) nicht mit einem Weiterbau der Autobahn bei Bad Segeberg vor 2016. Das Bundesverwaltungsgericht hatte den Bau des Abschnitts Weede-Wittenborn im November 2013 vorerst gestoppt. Die Richter monierten, der Schutz der rund 20 000 Fledermäuse, die jedes Jahr in den Kalkhöhlen in Bad Segeberg überwintern, sei nicht hinreichend beachtet worden.